Velotour um den Bodensee

5. Etappe:

Überlingen – Friedrichshafen / ca. 34 km

Wir haben trotz der harten Betten gar nicht mal so schlecht geschlafen. Das Frühstücksbuffet hatte eine gute Auswahl und so packen wir nach dem Frühstück unsere Sachen wieder in die Vakuumbeutel und verstauen alles in die Satteltaschen am Velo und in den Rucksack. Wie wenig man doch eigentlich brauchen würde und trotzdem nimmt man, wenn man in Urlaub fährt immer Unmengen an unnötigen Zeugs mit. Bei einer Veloreise lernt man mit wenig auszukommen und trotzdem haben wir Sachen zum wechseln dabei. Gut – wir haben auch Glück mit dem Wetter – haben unsere warmen Jacken in Wagenhausen bei den Freunden gelassen, so fällt schon mal was weg.

Von Überlingen geht es dem See entlang auf schönen Wegen beim Kloster Birnau und beim Pfahlbaudorf Unteruhldingen vorbei. Dann geht es weiter auf einem schmalen Veloweg, den man mit entgegenkommenden Velofahrern und Fussgängern teilen muss, nach Meersburg. Hier habe ich beinahe einen Fussgänger aufgegabelt wegen eines rücksichtslosen entgegenkommenden Velofahrers. Zum Glück ging es nochmal gut, wobei ich und der Fussgänger ins Gebüsch gekippt sind. Aber wir sind beide unverletzt geblieben. Aber es zeigt, dass ich beim nächsten Mal auf keinen Fall an einem Wochenende den Bodenseeradweg befahren würde. Da hat es dann doch zu viele Fahrradfahrer und Fussgänger und Autofahrer, die noch einen Parkplatz am See suchen.

Wir spazieren durch Meersburg und machen eine Pause. Danach geht es weiter über Hagnau und durch Immenstadt und dann meist der Hauptstrasse entlang auf einem Veloweg durchs Industriegebiet bis nach Friedrichshafen. Diesen letzten Abschnitt fanden wir nicht so toll, der See ist weit weg und der Verkehr an der Hauptstrasse nicht so toll.

In Friedrichshafen habe ich das Hotel Seehotel Friedrichshafen gebucht, weil es zentral gelegen ist und mit dem Rad gut erreichbar. Doch beim Check-in stellt sich heraus, dass sie den schweizer Impfnachweis nicht akzeptieren. Wir müssen in die Stadt rennen mit der Fahrradkluft und noch einen Antigen-Schnelltest machen lassen bevor die schliessen. Wie ärgerlich, aber es nützt nichts, wir müssen das hinter uns bringen. Andi ist schon sauer und möchte am liebsten das Hotel wechseln, aber ich kann ihn beruhigen, wir machen das schnell. Bei der Anmeldung zum Test lässt sich das Geburtsjahr nicht so einfach auswählen und 60 Jahre zurückscrollen ist auch mühsam. Also gehen wir da einfach rein und schildern unser Dilemma und wir werden problemlos getestet. Aber auch die verstehen das Hotel nicht, dass es unseren Impfnachweis nicht akzeptiert. Zum Glück ist der Test auch für uns kostenlos und nach 10 Minuten haben wir auch das Resultat, natürlich negativ. Jetzt können wir einchecken. Das Hotel selber ist sehr schön, modern, grosses, schönes Bad, gute Betten, sogar eine tolle Dachterrasse. Aber nach dem Theater beim Einchecken kann ich es nicht wirklich empfehlen. Die Fahrräder können wir in der Tiefgarage parkieren, zum Glück schon vor dem Einchecken. Nachdem wir uns dann frisch gemacht haben, flanieren wir dem See entlang und genehmigen uns erst mal einen Apéro. Das haben wir uns nach dieser Aufregung wohl verdient.

Am Hafen entdecken wir einen Aussichtsturm, auf den wir natürlich hinaufsteigen und die schöne Aussicht auf den Bodensee und Friedrichshafen geniessen. Im Anschluss suchen wir uns ein schönes Restaurant am See aus und geniessen ein gutes Abendessen im Thai-Restaurant.

Zum Abschluss des Tages gibts noch einen grossen Eisbecher und eine tolle Aussicht vom Dach des Hotels.

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