3. Etappe: Rossura – Anzonico ca. 8 km
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück brechen wir wieder auf, um die letzte Etappe unserer Strada Alta Wanderung in Angriff zu nehmen. Mit Zug und dem kleinen Postauto fahren wir wieder nach Rossura. Von hier aus geht der Weg gemächlich hinauf bis nach Tengia auf 1098 m.ü.M. Von Tengia führt ein schöner, aussichtsreicher Weg nach Calonico auf 959 m.ü.M. hinunter.











In Calonico steht die Kirche San Martino auf einem spektakulären Felsvorsprung. Diese Kirche sieht man sogar von der Autobahn aus wenn man die Leventina hinauffährt. Das Wetter ist heute nicht so toll, es sieht nach Regen aus und so laufen wir zügig weiter, denn wir wollen Anzonico auf 985 m.ü.M. noch vor dem Regen erreichen. Es geht wieder auf und ab durch einen Wald, ein Stück Strasse und einem schönen Wiesenweg weiter bis wir vor den ersten Regentropfen Anzonico erreichen.











Für diese Teilstrecke benötigen wir 2 1/2 Stunden bei gemütlichem Tempo. In der Osteria Anzonico genehmigen wir uns auf der Terrasse eine hausgemachte Glace, welche hervorragend schmeckt. Eine der besten Glaces die wir je gegessen haben.
Eigentlich wollten wir bis Sobrio weiterwandern, aber ab Mittag beginnt es zu regnen und wir beschliessen in Anzonico abzubrechen. Mit dem kleinen Postauto fahren wir 15 Minuten die kurvenreiche Strasse hinunter nach Lavorgo und von dort wieder mit dem Zug 25 Minuten nach Airolo.



Zurück im Hotel haben wir noch etwas Zeit um uns auszuruhen und frisch zu machen. Am frühen Abend überlegen wir, ob wir heute in Airolo in ein anderes Restaurant essen gehen sollen. So machen wir einen Spaziergang durch Airolo. Das Dorf ist leider sehr ausgestorben. Vieles ist geschlossen, andere Restaurants, die unseren Ansprüchen genügen, sind schwer zu finden. Also gehen wir nach dem Rundgang wieder zurück ins Hotel und essen noch einmal im Restaurant Forni, was wir nicht bereut haben. Wir können mit gutem Gewissen das Hotel und auch das Restaurant sehr empfehlen.



In der Nacht tobt ein schweres Gewitter, was sich in so einem Bergdorf ziemlich furchterregend anhört. Wir schlafen trotzdem gut und verlassen nach dem Frühstück am nächsten Morgen Airolo. Wir haben Glück und es scheint wieder die Sonne.