Istrien / Kroatien

Umag

Im Mai 2022 begeben wir uns auf einen Roadtrip und besuchen Italien, Slowenien und Kroatien. Nachdem wir je eine Nacht in Padua und Triest verbracht haben, fahren wir durch Slowenien, besuchen Koper und Piran und reisen dann über die Grenze nach Kroatien. Im Mai ist noch keine Ferienzeit und es hat fast keinen Verkehr auf den Strassen. Am Zoll kommen wir rasch durch, ohne Stau und wenig später haben wir unser erstes Ziel in Kroatien erreicht – Umag. Hier haben wir für 2 Nächte ein Zimmer in einer neuerstellten Bungalowanlage gebucht. Das Zimmer im Garden Suites Umag mit Balkon ist modern gestaltet und gefällt uns sehr gut. Das Auto können wir gleich in der Nähe der Bungalows parkieren. Der Parkplatz kostet lediglich 1 E pro Tag. Leider ist das Wetter heute nicht so beständig, es ist bewölkt, kühl und sieht nach Regen aus.

Wir ruhen uns etwas aus, machen uns frisch und laufen der Strandpromenade entlang um ein Restaurant für das Abendessen zu suchen. Die meisten Hotelgäste haben das Abendessen im angrenzenden Hotel dazugebucht. Aber Hotelbuffet sind nicht so unser Ding, wir suchen uns lieber ein Restaurant aus. Wir laufen ein Stück den Strandweg entlang Richtung Umag und genehmigen uns einen Apérol bei einer Strandbar. Es ist zwar sehr frisch und so ohne Leute etwas langweilig aber wir können uns vorstellen, dass es im Sommer hier sicher richtig schön voll sein kann.

Am Hafen finden wir ein gutes Restaurant, das Lido Marina Umag. Wir sind zwar fast die einzigen Gäste, essen aber ausgezeichneten Fisch und werden sehr zuvorkommend bedient. Danach spazieren wir wieder zurück zu unserem Bungalow, sitzen noch eine Weile auf dem Balkon und gehen bald schlafen. In der Nacht fängt es an stark zu regnen. Auch am nächsten Morgen nieselt es noch immer. Das Frühstück ist im benachbarten Hotel. Hier ist ordentlich was los. Ganze Busladungen müssen vor der Abreise versorgt werden. Der Speisesaal erinnert an eine Kantine, am Buffet hat es zwar alles was man braucht zum Frühstück, der Kaffee ist aber grottenschlecht. Schmeckt wie Karamalz. Gut dass wir hier nicht das Abendessen dazugebucht haben. Nach dem Frühstück hat es aufgehört zu regnen und wir erkunden zu Fuss die Gegend in die andere Richtung als am Abend. Wir kommen an grossen Bungalowanlagen und weiteren Hotels vorbei, die jedoch noch geschlossen sind. Danach drehen wir wieder um und beschliessen ins Städtchen Umag zu laufen. Mittlerweile regnet es stärker und wir müssen Schirm und Regenjacke auspacken.

Die Altstadt von Umag ist eine sehr kleine Landzunge. Rund um die Kirche sind viele Restaurants und der Hauptplatz ist mit einem Plattenboden belegt, der durch den Regen glänzt und spiegelglatt aussieht. Da es immer noch leicht regnet setzen wir uns in ein Restaurant unter den schützenden Markisen und bestellen einen Malvasia und ein bisschen Lachs für den kleinen Hunger. Bei schönem Wetter ist es hier sicher sehr gemütlich.

Danach laufen wir wieder zurück zu unserem Hotel und ruhen uns etwas aus. Am Abend gehen wir in der Nähe des Hotels in eine Pizzeria. Die ist zwar gut besucht, die Pizza aber nicht ganz nach unserem Geschmack, viel zu dicker Boden und gar üppig belegt. Zu allem Übel hab ich noch irrtümlich eine Pizza mit Sardellen bestellt. Zum Glück waren diese nicht so eingelegte Sardellen wie es bei uns gibt, die dann überall verschmiert sind und die ganze Pizza danach schmeckt, sondern so kompakte, die man gut wegnehmen konnte und die Pizza hatte dann gar keinen aufdringlichen Sardellengeschmack. Auf jeden Fall eine Pizza hätte für uns beide gereicht.

Am nächsten Tag ist das Wetter zum Glück besser. Es ist zwar noch bewölkt aber immerhin regnet es nicht. Wir verlassen Umag und besuchen auf dem Weg nach Novigrad die alten Dörfer Buje, Groznjan und Motovun.

Buje

Das alte Viertel von Buje ist wirklich sehr alt und wenig restauriert. Die Häuser sehen ziemlich baufällig aus und es macht den Anschein, als ob nicht allzu viele Leute im alten Kern noch wohnen. Auch die Schule ist wohl hier nicht mehr in Betrieb. Trotzdem lohnt es sich durch die alten, verkehrsfreien Gassen zu schlendern und das alte Gemäuer auf sich wirken zu lassen.

Groznjan

Groznjan liegt auf einem Hügel und ist ein kleines Dorf, das touristisch vermarktet wird. Die Häuser sind mit Blumen geschmückt, es gibt kleine Geschäfte, die Produkte aus der Region verkaufen und nette Cafés zum verweilen. Als wir dort sind, ist eine Filmcrew anwesend und im Dorf werden Filmaufnahmen gemacht. Groznjan wirkt belebter als Buje und ist sehr hübsch anzusehen.

Hier geniessen wir in einem Café sogar einen superguten Espresso. Wir sind auch überrascht von der herrlich grünen Landschaft im Landesinneren. Nach diesem äusserst herzigen Dorf fahren wir weiter nach Motovun, das hoch oben auf einem Hügel liegt.

Motovun

Der Parkplatz liegt am Fusse des Hügels und wir müssen hinauflaufen. Es geht recht steil den Hügel hoch, wir kommen ins Schwitzen, aber es lohnt sich. Oben offenbart sich eine tolle Rundumsicht und ein gefälliges altes, sehr touristisches aber trotzdem liebliches Dorf.

Wir zahlen einen kleinen Eintritt, damit wir auf der Stadtmauer rundherumlaufen können und somit eine noch bessere Aussicht haben. Das lohnt sich auf jeden Fall. Ein herrlicher Ausblick auf das Umland tut sich auf.

Hier müssen wir natürlich die Spezialität des Ortes ausprobieren. Weissen Trüffel. Also bestellen wir einen kleinen Lunch in einem Restaurant mit Blick ins Tal. Trüffelrisotto und Trüffelgnocchi. Beides sehr lecker, wenn man Trüffelgeschmack mag.

Nach der Stärkung laufen wir durch das Stadttor wieder den Hügel hinunter und fahren zu unserem heutigen Ziel, Novigrad. Hier werden wir 3 Tage bleiben.

Novigrad

Wir kommen am späteren Nachmittag in Novigrad an. Wir haben das Hotel Aminess Maestral gebucht. Das Auto können wir für 3 E/Tag auf dem grossen dazugehörenden Parkplatz abstellen. Die Hotelanlage ist riesig mit mehreren Pools, Hallenbad, einen grossen Infinitypool direkt am Meer, Wellness, viele Tennisplätze und Restaurants. Wir beziehen unser schönes Zimmer und sehen uns ein bisschen in der Anlage um. Der schöne Infinitypool am Meer ist jedoch noch nicht in Betrieb, es ist ja auch noch nicht so richtig schön heiss.

Nachdem wir an der Hotelbar draussen einen Apérol getrunken haben, was allerdings dauerte bis wir bedient wurden, da die Aussenbar noch wenig besucht ist, machen wir uns auf den 20 Minütigen Weg ins Städtchen Novigrad zum Abendessen. Wir haben wieder ohne Abendessen im Hotel gebucht, da wir es vorziehen die örtlichen Restaurants auszuprobieren. Novigrad ist ein kleines Städtchen mit einer schönen Strandpromenade. Wir können vom Hotel aus alles dem Meer entlang laufen bis zu den Restaurants am Meer.

Wir sitzen direkt am Wasser und geniessen Carpaccio, Jakobsmuscheln und Calamari fritti mit Malvasia Wein bei angenehmer Temperatur obwohl es einmal einen kurzen Regenschauer gibt. Danach können wir wieder trockenen Fusses ins Hotel zurückspazieren.

Wir haben sehr gut geschlafen und am nächsten Morgen geniessen wir im Hotel das Frühstücksbuffet. Die Auswahl ist sehr gross und es findet sicher jeder etwas nach seinem Geschmack. Das Ambiente ist angenehmer als im Hotel in Umag und vor allem der Kaffee ist viel besser. Wie immer nach dem Frühstück machen wir eine kleine Runde um das Hotel.

Der Kiesstrand beim Hotel sieht sehr schön aus. Sicher toll im Sommer hier zu verweilen. Auch heute ist es wieder bewölkt und so beschliessen wir etwas später wieder nach Novigrad zu spazieren und uns das Dorf anzusehen.

Der Hafen ist ganz nett, die Kirche mit dem separaten venezianischen Turm hübsch anzusehen, das Dorf selber wirklich sehr klein. Wir laufen wieder zurück zum Hotel und langsam zeigt sich auch die Sonne. Den Nachmittag verbringen wir mit schwimmen im Hallenbad und auf der Sonnenliege am Pool. Am Abend laufen wir wieder nach Novigrad zum Essen.

Unterwegs in einer schönen Loungebar genehmigen wir uns einen Apéritiv. Danach essen wir wieder draussen am Meer lecker im Half8, das anscheinend zur Hotelkette Aminess gehört und wir bewundern den schönen Sonnenuntergang. Was will man mehr. Wir sind happy.

Danach marschieren wir wieder zurück zum Hotel und haben wunderbar geschlafen. Am nächsten Morgen als wir aufwachen begrüsst uns herrlich blauer Himmel. Nach dem feinen Frühstück beschliessen wir nach Porec zu fahren und uns dieses bekannte Städtchen anzusehen.

Porec

Mit dem Auto sind wir in etwa 25 Minuten in Porec. Wir parkieren auf einem grossen Parkplatz vor der Altstadt. Porecs Altstadt liegt auf einer kleinen verkehrsfreien Landzunge, welche durch eine schöne Promenade umrundet werden kann. Wir spazieren einmal rundherum und dann durch die sauberen, plattenbelegten Gassen durch den Ort. Hier hat es viele Boutiquen, Cafés und Restaurants. Ein sehr hübscher Ort. Im Sommer ist sicher einiges los. Jetzt ist es aber noch angenehm ruhig. Am Hafen essen wir in einer Gelateria ein leckeres Eis. Von Porec aus fahren im Sommer auch Ausflugsbote in den Limskifjord und nach Rovinj. Aber im Mai ist noch nicht so viel los, die Gassen sind fast leer und es hat noch wenig Tourismus.

Am Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Novigrad und geniessen die Sonne am Pool. Am Abend geht es zu Fuss wieder ins Zentrum von Novigrad und diesmal wollen wir den Apéro direkt am Meer nehmen.

Viel näher am Wasser geht gar nicht mehr. Da kommt Sommerfeeling auf. Das Abendessen genehmigen wir uns wieder im Half8, wo wir gestern so gut gegessen haben und wir werden auch heute nicht enttäuscht. Das Essen ist sehr lecker und die Bedienung sehr freundlich. Bei herrlichem Sonnenuntergang lassen wir den Abend ausklingen und spazieren gemütlich zurück zum Hotel. Morgen fahren wir weiter, besuchen Rovinj und dann geht es nach Pula.

Rovinj

Nach dem Frühstück verlassen wir das schöne Hotel Aminess Maestral in Novigrad und fahren zuerst zum Limskifjord, der eigentlich ein Kanal ist.

Eine schöne Landschaft, im Sommer fahren auch Ausflugsbote in den Kanal und entlang dem Ufer findet man viele Fischerei- und Muschelzuchtbetriebe. Wir machen ein paar Fotos und fahren dann weiter, wir wollen uns ja noch das malerische Rovinj ansehen. Auch Rovinjs Altstadt ist verkehrsfrei und auf einer Landzunge gebaut. Wir parkieren das Auto wieder vor der Altstadt und begeben uns in die wunderschöne Kleinstadt.

Wir spazieren durch das romantische, hügelige Städtchen, das uns sehr gut gefällt. Auch hier hat es viele kleine Läden, Boutiquen, Cafés und am Hafen viele Restaurants. Wir trinken etwas und laufen dann wieder zurück durch die Gassen zum Parkplatz. Danach fahren wir weiter nach Pula, aber nicht mit dem kleinen Fiat 500.

Pula

Wir haben für 2 Nächte das Hotel Park Plaza Arena in Pula gebucht. Das Hotel liegt auf der Halbinsel Verudela etwas ausserhalb von Pula, dafür schön am Meer gelegen. Parkplätze beim Hotel sind kostenlos. Wir beziehen unser schönes Zimmer und sehen uns die Hotelanlage an, dann machen wir einen Rundgang auf der Halbinsel. Es ist schon Nachmittag und wir suchen uns ein gut gelegenes Restaurant für einen kleinen Imbiss. Wir sehen sogar einen Delphin in der Bucht.

Gefällt uns sehr gut die Gegend ums Hotel, da kommt so richtig Ferienfeeling auf und das tolle, warme Wetter trägt auch dazu bei, dass wir uns wohlfühlen. Nach dem Rundgang begeben wir uns wieder zum Hotel, ruhen uns etwas aus und machen uns frisch für das Nachtessen, dass wir in einem Restaurant einnehmen, das wir bei unserem Spaziergang entdeckt haben.

Am nächsten Morgen können wir sogar draussen Frühstücken. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und es ist angenehm warm. Wie immer nach dem Frühstück machen wir einen kleinen Spaziergang, diesmal zum Verudela Canyon und zu einer Ruine einer Kapelle am Meer, welches beides gleich beim Hotel um die Ecke zu finden ist.

Danach fahren wir mit dem Auto ca. 15 Minuten nach Pula. Wir wollen uns schliesslich die römische Arena von Pula ansehen. Vor der Arena hat es einen grossen Parkplatz auf dem wir einen Platz für unser Auto finden. Ich stelle mir vor, dass in der Hochsaison dies ein schwieriges Unterfangen werden könnte. Aber jetzt finden wir locker einen Parkplatz. Die Arena ist gewaltig und so beeindruckend. Da man sehr gut um die Arena herumlaufen kann und fotografieren, verzichten wir auf den Eintritt um die Arena von innen anzusehen.

Wir sind sehr beeindruckt von diesem über 2000 Jahre alten monumentalen Bauwerk. Es ist schwierig, die riesige Arena ganz auf ein Foto zu bringen. Nachdem wir Fotos geknipst haben was das Zeug hält, spazieren wir in die Innenstadt. Auch hier sind überall Zeugen aus der Römerzeit und dem Mittelalter zu besichtigen.

Doppeltor der alten Stadtmauer, Triumphbogen, Augustustempel, Forum und Stadtplatz von Pula sowie das Rathaus. Wahrlich eine antike Stadt die uns sehr beeindruckt hat. Wir laufen dann noch zur Festung Kastell hinauf, von hier oben hat man einen tollen Rundumblick. Auch die Arena ist von hier oben gut zu sehen.

Zum Abschluss laufen wir noch durch die Gassen der Stadt und zur Markthalle, die von der österreichischen K&K Monarchie errichtet und 1903 eröffnet wurde. Leider hat die Halle nur bis Mittags geöffnet und da waren wir jetzt zu spät dran um hineinzugehen. Schade. Wir fahren wieder zurück zum Hotel und ruhen uns etwas aus am Pool. Ich wage es sogar ins kühle Wasser zu steigen und ein paar Runden zu schwimmen. Wir gehen anschliessend noch zum Kiesstrand hinunter. Das Wasser ist hier glasklar und wunderschön, doch noch zu kalt um zu baden.

Am Abend gibt es in der Hotelbar noch einen – na was wohl? – Apérol Spritz und dann gehen wir wieder ausserhalb des Hotels in ein Restaurant essen. Auch hier können wir draussen essen und den Sonnenuntergang geniessen. Andi bestellt mutig Scampi und bekommt die ganzen Tierchen auf dem Teller. Ich bin da etwas vorsichtiger und nehme Linguine mit Scampi, die sind wenigsten schon geschält.

Nach dem Essen spazieren wir wieder zum Hotel. Schon ist unsere Woche Istrien vorbei. Morgen fahren wir mit der Fähre von Brestova nach Porozina auf die Insel Cres.

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