Bielersee, Neuenburgersee und Lac du Joux

Auf unseren Ferien in der Romandie im September 2022 reisen wir nach dem Kanton Jura in die Bielerseeregion. Unser erstes Ziel ist der Chasseral. Über kleine Dörfer und bergige schmale Strassen erreichen wir den Parkplatz auf dem Chasseral beim Hotel Chasseral. Ein starker Wind bläst uns um die Ohren, aber die Sicht ist phänomenal. Man erkennt den Bielersee, den Neuenburgersee und in der Ferne die Berge des Berner Oberlands. Wir laufen bis zur grossen Antenne, entschliessen uns aber dann zur Einkehr im Bergrestaurant, da der Wind sehr stark ist und unangenehm.

Nach einer kleinen Stärkung fahren wir zum Hotel de l’Ours (Bären) nach Prêles, oberhalb des Bielersees. Das Hotel wurde kürzlich nach einem Brand neu renoviert und bietet auch ein ausgezeichnetes Restaurant an. Wir beziehen unsere schönen, modern ausgestatteten Zimmer und machen uns danach mit dem Auto auf den Weg nach Biel.

In Biel wollen wir das Omega/Swatch Uhrenmuseum besichtigen und etwas durch die Altstadt schlendern. Das Uhrenmuseum ist kostenlos aber sehr interessant, sämtliche je hergestellten Varianten der Swatch Uhren sind ausgestellt und die Geschichte der Uhrmacherei dargestellt.

Die Altstadt von Biel ist mit ihren Lauben und vielen kleinen Läden sehr nett anzusehen. Auf der Suche nach einem Restaurant werden wir allerdings nicht fündig und somit entschliessen wir uns nach Twann in das Restaurant Bären zu fahren und dort feine Egliknusperli zu essen. Das Restaurant kenne ich schon seit Kindheit, wir haben hier früher ab und zu eine Tante meines Vaters besucht und sie lud uns immer in den Bären ein zum Essen. Das Restaurant gibt es immer noch, es sieht auch alles noch so aus wie vor bald 50 Jahren und die Knusperli sind immer noch so fein wie damals, vermutlich aber etwas teurer.

Am nächsten Morgen wollen wir die Twannbachschlucht erwandern. Gleich in der Nähe des Hotels befindet sich der Zugang zur Schlucht. Nach dem leckeren Frühstück aus der Bento-Box machen wir uns zeitig auf den Weg. Zuerst ein Stück durch den Wald, dann beginnt der spannende Felsenweg der Schlucht entlang bis nach Twann hinunter.

Nach dem spannenden Weg, der höchstens 1 Stunde dauerte, trotz vieler Fotostopps erreichen wir Twann am Bielersee. Wir schlendern durch den hübschen Ort, ich sehe mir noch das Haus an, in dem die Tante meines Vaters wohnte und danach nehmen wir von dort das Schiff auf die Petersinsel.

Wir essen eine Kleinigkeit im Garten des ehemaligen Klosters und umrunden die kleine Insel zu Fuss. Danach fahren wir mit dem Schiff nach La Neuveville. Auch dieser Ort ist sehr hübsch anzusehen. Von dort aus wandern wir durch die Rebberge zurück nach Ligerz von wo wir mit dem Vinifuni hinauf nach Prêles fahren können.

Das Abendessen nehmen wir heute im Hôtel de l’Ours ein, das sehr exklusiv aber auch sehr lecker ist. Wir werden mit einem mehrgängigen Menü verwöhnt und trinken einen überraschend guten Wein aus dem Libanon.

Am nächsten Morgen geht es weiter auf unserer Reise durch das Welschland. Wir wollen uns den Creux du Van, einen atemberaubenden Felsenkessel im Kanton Neuenburg ansehen. Dazu fahren wir über Neuenburg ins Val du Travers, unterwegs kommt ein Aussichtspunkt von wo aus das Felsmassiv aus der Ferne bewundert werden kann. Weiter geht es hinauf durch schmale Strässchen nach Soliat, wo wir auf dem Parkplatz das Auto stehen lassen. Die letzten paar Meter müssen zu Fuss zurückgelegt werden. Nach ca. 20 Minuten erreicht man den Abgrund und kann dem Felsband entlanglaufen und staunen. Man sollte nicht zu nah an den Rand, da es keine Absperrungen gibt und sich schon so manche Tragödien hier oben abgespielt haben.

Nach dieser eindrücklichen Naturlandschaft fahren wir zum Hôtel du Théâtre nach Yverdon am Neuenburgersee. Nach dem Bezug der Zimmer spazieren wir durch die schöne Altstadt von Yverdon und genehmigen uns einen Apéro.

Das Hotel erstreckt sich über mehrere Gebäude, ist neu renoviert und schön eingerichtet mit modernem Bad und Fenster zum Hof. Dort kann auch das Auto parkiert werden.

Am Abend gehen wir in der Altstadt Wild essen, das vorzüglich schmeckt. Das Wetter ist leider nicht mehr so gut, für morgen ist Regen angesagt.

So beschliessen wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück ins Val du Travers zu fahren und uns das Absinthmuseum in Môtiers anzusehen. Spannende Geschichte über die Herstellung des Absinth, das Verbot und das Wiederaufleben, natürlich mit Degustation.

Danach sehen wir uns noch die Asphaltminen in Presta an. Hier wurde lange Zeit Asphalt aus den Minen in die ganze Welt exportiert. Nun wird kein Asphalt mehr gefördert und die Mine ist zur Besichtigung freigegeben. Als Spezialität wird im angrenzenden Restaurant ein im Asphalt gekochter Schinken angeboten. Der Schinken wird natürlich luftdicht eingepackt und so im heissen Asphalt gegart. Schmeckt lecker.

So war auch dieser etwas trübe Tag kurzweilig und den Abend liessen wir in Yverdon bei einem Fondue Chinoise ausklingen.

Am nächsten Tag fahren wir nach Romainmôtier und besichtigen das Kloster, welches eines der ältesten Gebäude der Schweiz ist. Der Rundgang um das kleine Dorf ist spannend, das Kloster auf jeden Fall sehenswert.

Danach fahren wir ins Val du Joux nach Le Pont, das am kleinen Lac du Joux liegt. Hier in der Gegend sind bekannte Uhrenmarken ansässig wie z.B. Jaeger-Le Coultre, Audemars-Piguet, Blancpain. Der See ist sehr idyllisch, wir fahren einmal rundherum, machen einen kurzen Halt in Le Lieu, das unser Bürgerort ist. Na ja, viel los ist dort nicht. Wir übernachten in Le Pont im Hotel de la Truite. Ein einfaches Hotel aber mit guter Küche.

Das Abendessen im Hotel ist sehr lecker, aber viel zu viel, den Dessert können wir leider nicht fertig essen.

Am nächsten Morgen müssen wir leider unsere Ferien abbrechen. Mein Mann hat in der Nacht Fieber bekommen und fühlt sich nicht wohl. So können wir das Val du Joux leider nicht erkunden und die Weiterreise nach Genf macht so auch keinen Sinn. Ich fahre uns nach Hause und storniere die weiteren Nächte in Genf. Wie sich herausstellt haben wir uns mit Corona angesteckt, zum Glück nur mit leichten Symptomen, auch ich liege die nächsten Tage zu Hause flach. Aber zum Glück haben wir es gut überstanden und nach ein paar Tagen geht es uns wieder gut. Den Ausflug nach Genf werden wir später nachholen.

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