
Im Juni 2023 legen wir auf unserer Reise nach Belgien einen Zwischenhalt in Luxemburg ein. Für 2 Nächte buchen wir das City Hotel ganz in der Nähe des Bahnhofs, da dieses einen Tiefgaragenplatz zu moderaten Konditionen anbietet. Das Hotel ist neu renoviert und es verfügt sogar über 2-Raum-Suiten, da wir mit unserem erwachsenen Sohn reisen und dieser gerne ein separates Zimmer hat. Als wir in Luxemburg ankommen ist jedoch der ganze Bahnhofsbezirk eine Riesenbaustelle und die Strassen rund ums Hotel sind gesperrt und aufgerissen. Von der Tiefgarage, die in der Nähe des Hotels liegt, müssen wir einen Umweg zum Hotel zu Fuss mit dem Gepäck machen. Zum Glück sind wir übers Wochenende hier, so werden wir wenigstens vom Baulärm verschont. Die Bahnhofsumgebung ist eine Gegend die nachts nicht gerade vertrauenswürdig ist. Es ist im Moment alles im Umbruch, man will die Drogenszene und Nachtclubs weg haben und ein schöneres Quartier schaffen. Wir haben nicht viel bemerkt, nachts hörte man Leute herumgrölen, ansonsten wurden wir nicht belästigt.





Nach dem Einchecken im Hotel machen wir uns auf den Weg in die Oberstadt. Dazu nehmen wir vom Bahnhof aus die kostenlose Tram, die uns auf direktem Weg ins Zentrum fährt. Seit 2020 sind sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Luxemburg gratis benutzbar. Das finden wir toll, muss man sich nicht mit Tickets herumschlagen, einfach einsteigen und los geht’s.




Von der Corniche, dem sogenannten schönsten Balkon Europas geniessen wir die Aussicht und laufen dann in die Stadt zum Place Guillaume II. Luxemburg ist eine Stadt auf Hügeln, überall hat es Brücken über Täler, Lifte und sogar eine Standseilbahn um die verschiedenen Stadtteile zu erreichen. An diesem schönen Junitag sind viele Menschen unterwegs und es ist viel los in der Stadt.




Wir kommen am Rathaus, an der Kathedrale unserer lieben Frau und am Grossherzöglichen Palast vorbei und sehen uns in den Gassen die hübschen Läden an mit den Spezialitäten aus Luxemburg.





Dann wird es Zeit für einen Apérol Spritz und wir stossen auf unseren Urlaub an. Etwas später gehen wir ins La Boucherie essen und können sogar draussen im Garten sitzen. Wir geniessen den schönen Abend flanieren noch durch die beleuchtete Stadt und fahren dann wieder mit dem bunten Gratis-Tram zurück zum Hotel.






Am nächsten morgen, nach einem leckeren Frühstück im Hotel machen wir uns wieder auf den Weg mit der Tram nach Kirchberg zur Philharmonie Luxemburg, dort ist auch das EU-Viertel mit dem Gerichtshof und Kongresszentrum. Im Anschluss fahren wir mit der Standseilbahn nach Pfaffenthal hinunter.






Dann laufen wir unter der roten Brücke durch nach Pfaffenthal und durch das Siechentor und die Brücke zum Panoramalift, mit dem wir auf der anderen Seite wieder hochfahren in die Stadt.






Oben angekommen spazieren wir zum Bockfelsen. Die Kasematten, ein unterirdisches Verteidigungssystem bestehend aus kilometerlangen Gängen aus dem 17. Jahrhundert waren leider geschlossen wegen Umbauarbeiten. Wir beschliessen den Wenzelrundgang zu machen, alleine, ohne Führung. Dieser ist sehr interessant und führt über Brücken, Treppen, Plateaus und auf Festungsmauern durch die 1000-jährige Geschichte Luxemburgs.

















Der Wenzel Rundgang hat uns sehr gut gefallen, unterwegs hat es viele Informationstafeln. Es geht rauf und runter und ist sehr abwechslungsreich und überall mit schönen Ausblicken. Bei schönem Wetter ein herrlicher Spaziergang. Von Grund nehmen wir den Lift hinauf zum Platz der Justizbehörde und laufen zurück zum Hotel.




Am Abend fahren wir wieder mit der Tram ins Zentrum und essen ganz gut in der Brasserie du Cercle. Danach schlendern wir noch etwas durch Luxemburg und laufen von dort über die Adolphe Brücke zurück zum Hotel.







Morgen geht es weiter nach Belgien. Luxemburg hat uns gut gefallen, es eignet sich bestens für einen Städtetrip.