
Nach 2 Tagen Lüttich fahren wir weiter auf unserer Rundreise durch Belgien. Unser nächstes Ziel ist die kleine Stadt Löwen/Leuven. Von Lüttich benötigen wir eine knappe Stunde ins Zentrum von Löwen und parkieren unser Auto in der Tiefgarage Ladeuze. Von hier aus sind es nur ein paar Schritte zum wunderschönen gotischen Rathaus von Löwen, der Tafelrond und der Sint Pieterskerk.





Danach spazieren wir zum Oude Markt, ein grosser Platz von Giebelhäusern umgeben. Löwen ist eine kleine Ortschaft und das historische Zentrum ist schnell besichtigt. Am Rathausplatz gehen wir noch etwas Trinken und staunen über die vielen Velofahrer, die durch das Zentrum radeln.








Es ist Mittag und wir sehen noch an der Kirche den goldenen Mann die Glocke schlagen. Danach laufen wir wieder zurück zum grossen Monseigneur Ladeuzeplein, ein grosser Platz vor der Universitätsbibliothek. Wir holen unser Auto aus der Tiefgarage und fahren Richtung Brüssel. Aber vorher wollen wir noch nach Waterloo.

Waterloo

Waterloo liegt südlich von Brüssel. Von Löwen aus über die Autobahn brauchen wir etwa 45 Minuten. Wir parkieren unser Auto auf dem Parkplatz und gehen ins Restaurant auf dem Gelände eine Kleinigkeit essen, bevor wir uns mit der Geschichte Napoleons auseinandersetzen. Vor dem Restaurant ist ein Kran aufgebaut, man könnte ein Dinner in the sky reservieren. Na ja – wem’s gefällt. Wir beschränken uns auf einen Tisch im schönen Garten des Restaurants.



Danach geht es zuerst ins Museum, wo es eine grosse Ausstellung zu den verschiedenen Truppen gibt, die an der Schlacht beteiligt waren. Dann läuft man in das runde Panoramagebäude und sieht auf den Wänden rundherum die ganzen Kompanien und die Schlacht abgebildet und man wird mit Kanonendonner und Schreien der Soldaten eingedeckt. Danach läuft man die 226 Treppen auf den Löwenhügel hinauf und geniesst von dort oben die Aussicht auf das Schlachtfeld.













Unser nächstes Ziel ist Brüssel und obwohl wir im Vorfeld eine Genehmigung für die Einfahrt in die Stadt, die sogenannte LEZ Brüssel beantragt haben, entschliessen wir uns nach reiflicher Überlegung nicht ins Zentrum von Brüssel mit dem Auto zu fahren, obwohl es bei unserem Hotel eine Tiefgarage hätte, die jedoch € 24.– pro Tag kosten würde. Ausserdem gehört die Tiefgarage nicht zum Hotel und man kann keinen Parkplatz reservieren. Im Falle, dass bei unserem Ankommen die Garage voll wäre, müssten wir eine andere Parkgarage suchen. Darauf haben wir keine Lust, weshalb wir ausserhalb Brüssels an der Ringautobahn in der P+R Ceria Coovi parken und dann mit der Metro in die Stadt vors Hotel fahren, was eine gute Enscheidung ist.
Brüssel / Bruxelles

Von Waterloo aus fahren wir ca. 30 Minuten nach Brüssel-Anderlecht in die P+R Garage Ceria-Coovi. Die Garage ist fast leer und es sind genügend Plätze frei. Die Metrostation ist gleich daneben und wir können mit der Metro 6 ca. 25 Minuten durchfahren bis zur Station Park. Von dort sind es ca. 250 m zu Fuss bis zum Eingang des Hotels. Wir haben für 2 Nächte das Motel One Brüssel Royal gebucht. Als wir ankommen sind gerade sehr viele Personen beim einchecken. Wir trinken etwas an der Bar und eine Person, also ich, stellt sich an um den Check-in vorzunehmen. Erstaunlicherweise geht es flott voran und nach etwa 10 Minuten habe ich eingecheckt und wir können das schöne Zimmer beziehen.



Wir haben ein ruhiges Zimmer mit Blick in den Hof. Die Zimmer sind nicht riesig, aber sauber, bequem und für 2 Nächte reicht es. Wir machen uns kurz frisch und gehen dann in Richtung Zentrum wofür wir etwa 10 Minuten zu Fuss brauchen. Im Zentrum ist einiges los. Wir haben ja ausgesprochen Glück mit dem Wetter anfangs Juni, es ist sehr warm, die Sonne scheint und gefühlt ganz Belgien tummelt sich draussen in den Gassen und Plätzen herum.





Wir kommen zuerst an der Kathedrale St. Michael und St. Gudula vorbei, dann laufen wir durch die Galeries Royales Saint Hubert und bestaunen die teuren Pralinen. Anschliessend erreichen wir den Grote Markt und staunen über die sehr schönen historischen Gebäude und den herrlichen Platz. Das Stadtmuseum und das Rathaus sind sehr schön anzusehen sowie die golden verzierten Kaufmannshäuser.






Langsam wird es Zeit für Abendessen. Bei der Brasserie Ommegang ergattern wir gerade noch einen freien Tisch draussen und essen dort Belgische Spezialitäten. Das Vol-au-Vent tönt luftig, die Sauce war dann aber ganz schön deftig und dazu natürlich Pommes-frites. Da waren die Lachsnudeln von Andi besser. Der Sohn hatte eine Vlamse Carbonnade, (Gulasch in Biersauce) die ist ganz gut gewesen.



Nach dem Essen machen wir uns auf die Suche des kleinen bekannten Jungen in Brüssel, den Manneke Pis. Wir sehen viele Murals, eine Statue des Chansonniers Jacques Brel und dann endlich den Brunnen mit dem Männchen. Er ist wirklich viel kleiner als gedacht, aber immer ein beliebtes Fotoobjekt.









Im Anschluss laufen wir noch durch das beleuchtete Brüssel und sind ganz geflashed von den toll beleuchteten Gebäuden der Innenstadt. Wir kommen auch bei der berüchtigten Bar Delirium vorbei und bei der Statue von Jeanneke Pis, dem weiblichen Pendant zum Manneke Pis.









Dann sind wir müde und laufen zurück zum Hotel und fallen in die Betten. Am nächsten Morgen nach dem leckeren Frühstück fahren wir mit der U-Bahn hinaus zum Expo-Gelände. Die grossen Kugeln sind schon von Weitem sichtbar. Das Atomium wurde zur Weltausstellung 1958 erbaut und soll ein stark vergrössertes Eisenmolekül darstellen. Wir wollen uns dieses näher ansehen. Mit einem Lift saust man in die oberste Kugel, in der sich ein Restaurant befindet. Von dort aus geht es über Rolltreppen oder Treppen von einer Kugel zur anderen. Im Innern hat es Austellungen, eine Lichtshow und sogar Kugeln, die man für einen Event mieten kann. Die Aussicht von oben ist toll, wobei man hauptsächlich das Expogelände und das angrenzende Mini-Europe und Heysel-Stadion sieht.













Das Atomium hat uns gut gefallen, es war witzig in den Kugeln herumzulaufen und mit der Rolltreppe von einer Kugel zur anderen zu fahren sowie die Lichtshow hat richtig Spass gemacht. Danach fahren wir mit Metro und Tram zur Basilika des Heiligen Herzens. Sie gehört zu den grössten Kirchen der Welt und wurde 1905 bis 1970 im Art-Déco-Stil gebaut.




Jetzt wird es Zeit das Europaviertel zu besichtigen. Also fahren wir mit Tram und U-Bahn nach Schuman und stehen dann direkt vor dem Berlaymont Gebäude, das man oft im TV sieht. Gleich daneben das Europagebäude, dessen Hülle aus restaurierten Fensterrahmen besteht.




Gleich in der Nähe befindet sich der Jubelpark (Parc du Cinquantenaire) mit dem Triumphbogen, das schauen wir uns ganz kurz an.



Danach suchen wir ein Restaurant, nach so viel Stadtbesichtigung haben wir ein Hüngerchen, doch anscheinend essen die Parlamentarier nichts oder haben alle irgendwo in den Gebäuden eine Kantine, denn an Restaurants mangelt es hier in der Gegend. So begnügen wir uns mit einem Schnellimbiss und essen einen leckeren Bagel mit Lachs.

Danach marschieren wir zum Europaparlament und dem Parlamentarium und auf dem Weg zurück zum Hotel kommen wir noch beim Schloss vorbei, das leider eingerüstet ist und renoviert wird. Ein Stück weiter vorne ist der Mont des Arts mit einer schönen Aussicht auf Brüssel.












Am Abend machen wir nochmal eine Runde durch Brüssel, kommen an verschiedenen Plätzen vorbei, überall sind die Leute draussen in den Restaurants und es herrscht ein reges Treiben. Eine Bierdegustation im Delirium muss sein, wobei wir nur 1 Brettchen für uns 3 bestellen. Beim pissenden Hund, Zinneke Pis, kommen wir auch noch vorbei und bei der neu renovierten Oper. Bei sommerlichen Temperaturen gönnen wir uns heute einen Gyros beim Griechen und zum Ausklang am Grote Markt ein Mort subite, na hoffentlich trifft das nicht ein.











Brüssel hat uns überraschend gut gefallen. Eine lebendige Stadt, die einiges zu bieten hat. Morgen geht es weiter nach Antwerpen.