Nagano / Japan

Wir kamen von Matsumoto mit dem Zug in Nagano an. Hier hatten wir ein Hotel nahe am Bahnhof. Das Zimmer wieder im Schuhschachtelformat aber nur zum Schlafen reichte es. Das einzige was immer mühsam war beide Koffer offen irgendwo stehen lassen, dafür war kaum Platz. Wir hatten an diesem Abend wieder freie Wahl wo wir essen wollten und so begaben wir uns in ein italienisches Restaurant ganz in der Nähe. Hier gab es zum 1. Mal einen Apérol Spritz. Gegessen hatten wir Pizza, die ausgezeichnet war. Etwas kleiner als bei uns aber für uns ausreichend. Nach dem Essen schlenderten wir noch durch Nagano und gingen in einen Pub Gin Tonic und unser Sohn einen Whisky trinken. Hier trafen wir noch Iren, die uns erzählten sie seien schon einmal in St. Gallen gewesen. Wir hatten uns gut unterhalten und sind danach zum Hotel zurück und müde in die Betten gefallen.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es eine Stunde mit dem Bus kurvig und hoch hinauf zur Togakushi Ebene. Wir stiegen aus dem Bus und liefen etwa eine halbe Stunde eine kleine Strasse entlang. Hier konnte man schon die schöne Herbstfärbung an den Bäumen sehen. Wir befanden uns bereits auf 1’100 m.ü.M. Dann kamen wir zum Höhepunkt des heutigen Tages, den Kagami Ike Pond, zu deutsch Spiegelteich. Dank des wieder herrlichen Wetters mit Sonne spiegelten sich die Berge und Bäume im See und es entstand eine traumhafte Kulisse.

Wir umrundeten den See und gingen anschliessend im Gasthaus eine Galette essen, die war sehr gut, wie in der Bretagne, nur der Cidre fehlte dazu. Frisch gestärkt machten wir uns auf zu einer Wanderung zum Togakushi Schrein.

Der Togakushi Schrein besteht schon über 1400 Jahre und wird wegen seiner heilenden Kräfte von Pilgern besucht. Der Weg führte durch eine 900 Jahre alte Zedernallee. Es ging stetig bergauf über Treppen.

Wir erreichten den obersten Schrein Okusha und hielten einen Moment inne. Danach liefen wir wieder zurück bis zur Hauptstrasse, genehmigten uns ein Eis und fuhren mit dem Bus wieder eine Stunde zurück nach Nagano.

In Nagano wollten wir uns noch den Zenko-ji Schrein ansehen. Leider war das Licht nicht mehr so gut, es wurde schon langsam dunkel. Kurz ein paar Fotos gemacht und dann liefen wir zurück ins Zentrum von Nagano. An diesem Abend assen wir in einem Restaurant am Bahnhof. Was für uns ungewöhnlich ist, ist in Japan sehr beliebt. In den Bahnhöfen gibt es unzählige gute Restaurants. Wir entschieden uns für ein Restaurant wo es Tonkatsu gibt. Das ist ein superlecker paniertes Schnitzel und hat uns sehr gut geschmeckt.

Meine Männer mussten natürlich Pommes dazu bestellen statt Reis. Banausen. Nach dem Essen gingen wir müde zurück zum Hotel, morgen geht es zum Mount Fuji und nach Kamakura.

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