
Als wir am Morgen von Nagano abfuhren hatten wir zum ersten Mal auf dieser Reise einen Privatbus. Auf dem Weg nach Kamakura wartete aber noch eine andere besondere Sehenswürdigkeit auf uns. Der legendäre Mount Fuji. Nach einer etwa 3-stündigen Busfahrt kamen wir am Parkplatz des Koyodai Aussichtspunkts an. Der Bus konnte nicht ganz hinauffahren, so musste der restliche Weg bis zur Aussichtsplattform zu Fuss bewerkstelligt werden. Es ging durch einen Wald, einem ungeteerten Fahrsträsschen entlang stets hinauf. Oben angekommen begaben wir uns zum Aussichtspunkt. Leider versteckte sich der Mount Fuji hinter ein paar Wolken. Man konnte ihn ja fast vollständig sehen, aber leider nur fast. Rundherum war herrliches Wetter, alles ganz klar, nur der Fuji hatte einen Wolkenhut.










Wir warteten recht lange beim Aussichtspunkt und hatten immer noch die Hoffnung, dass die Wolke plötzlich verschwindet. Wir beobachteten sogar Japaner, die eine Katze mit zum Aussichtspunkt nahmen. Ob es der gefallen hat? Wohl kaum. Manchmal hatten wir das Gefühl, jetzt kann man ihn gleich sehen. Ein bisschen verzogen sich die Wolken. Immerhin konnten wir die Umrisse der Spitze erkennen. Unser Reiseleiter meinte er sei schon hier oben gewesen und man konnte gar nichts sehen. Also waren wir zufrieden und liefen wieder den Hügel runter zum Bus.



Wir fuhren dann zum Yurari Onsen. Hier konnten wir verschiedene Onsenbäder ausprobieren und hatten jeweils tolle Sicht auf den bewölkten Mount Fuji. Nach dem entspannenden Bad gab es im Restaurant ein Mittagessen. Ich bestellte das Tonkatsu, was ein bisschen viel Sauce drauf hatte und einen Mount Fuji aus Reis.

Anschliessend ging es mit dem Bus ein kurzes Stück weiter zum Oishi Park. Von hier aus kann man den Mount Fuji ebenfalls sehr gut sehen. Leider trug er noch immer seinen Wolkenhut. Der Park ist sehr schön mit vielen Blumen und den Kawaguchi See im Vordergrund. Als wir schon wieder im Bus eingestiegen waren rief jemand „jetzt sind alle Wolken weg“. Wir alle wieder ausgestiegen und zum Seeufer gerannt und tatsächlich kurz vor Sonnenuntergang konnte man den ganzen Mount Fuji bestaunen. Wir schossen ein paar Fotos, leider waren die Lichtverhältnisse nicht mehr so optimal aber der Fuji kam aufs Bild in seiner ganzen Pracht. Glücklich stiegen wir in unseren kleinen Bus und wurden nach Kamakura chauffiert. Die Fahrt dauerte noch 2 Stunden und als wir in Kamakura ankamen war es schon dunkel.





Wir bezogen unsere Zimmer im Hotel mitten im Zentrum von Kamakura. Danach sind wir durch das Gewusel der Gassen spaziert, haben noch was Kleines zum Essen gekauft und sind müde früh schlafen gegangen.



Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir zum grossen Buddah von Kamakura mit Zug und Bus. Ein wirklich grosser Buddah, der sogar innen besichtigt werden konnte, schaute auf uns herab. Sehr eindrücklich waren auch seine Schuhe, die bereit stehen, damit er, falls er jemals aus der Meditation aufwachen sollte auch weggehen kann.






Nachdem wir den grossen Buddah innen und aussen besichtigt hatten, machten wir uns zu Fuss über den Pilgerweg zum Zeniarai-Benten Schrein. Der Weg ging über Stock und Stein und ein paar Treppen durch einen Wald. Leider bot er nur wenige Aussichtspunkte. Nach etwa 40 Minuten erreichten wir den Schrein bei dem man Geld waschen konnte und es sich dann vermehren sollte. War leider nicht so, vielleicht hatten wir zu wenig Geld gewaschen.





Zum Glück mussten wir dann den Weg nicht mehr zurücklaufen, sondern konnten vom Schrein direkt über normale Strassen zurück zum Bahnhof laufen.








Wir hatten noch kurz Zeit um uns mit etwas Süssem einzudecken und dann ging es mit dem Zug nach Tokyo, auf das wir uns besonders freuten.


