
Nachdem wir ein paar Tage im Südosten der Insel und ein paar Tage im Norden verbracht haben, wollen wir in den Süden Madeiras. Nach dem Frühstück checken wir aus und fahren zuerst auf der Schnellstrasse und dann auf einer Nebenstrasse zum Chão dos Louros Wald. Hier gibt es einen schönen Rundweg durch den Lorbeerwald. Parkplätze sind auch genügend vorhanden, anscheinend ist dieser Weg nicht so beliebt. Macht nichts, wir geniessen den schönen Weg durch den Wald und freuen uns, dass wir den Wald fast für uns alleine haben. Ein paar tolle Aussichtspunkte und viele knorrige Bäume säumen den Wanderweg. Für den Rundweg benötigen wir ungefähr 1 1/2 Stunden.











Anschliessend fahren über eine Passstrasse zum Encumeada Hotel, von wo wir eine schöne Aussicht auf die Berge haben und dann über die Schnellstrasse nach Ribeira Brava im Süden. Wir sehen uns im Ort etwas um, bevor wir ein Stück weit hinauf zum Hotel do Campo fahren, wo wir die nächsten 4 Nächte verbringen. Das Hotel hat eine herrliche Aussicht, genügend Parkplätze und grosse Zimmer. Die Einrichtung ist etwas in die Jahre gekommen, die Sonnenterrasse ist schön gemacht, ausser dem Pool, der scheint noch ein älteres Modell zu sein. Der Speisesaal ist schrecklich, gut dass wir nur mit Frühstück gebucht haben. Wir richten uns im Zimmer ein, nehmen ein Bad im recht kalten Wasser des Pools und geniessen die Aussicht von der Sonnenterrasse.







Am frühen Abend fahren wir wieder hinunter nach Ribeira Brava und gehen Pizza essen. Wir geniessen einen schönen Sonnenuntergang und spazieren nach dem Essen noch etwas dem Meer entlang.




Am nächsten Morgen nach dem Frühstück mit dem grässlichsten Kaffee, den wir je hatten, fahren wir zum westlichsten Punkt Madeiras, zum Leuchtturm von Ponta Pargo. Auf der neuen Schnellstrasse fährt es sich bequem hinauf auf eine Hochebene und innerhalb einer halben Stunde sind wir beim Aussichtspunkt ganz im Westen. Hier hat es einige Parkplätze und so parkieren wir das Auto vor dem Leuchtturm und sehen uns die fantastische Aussicht an.







Andi läuft noch ein Stück auf der Felsnase herum, ich bleibe in Sicherheit in der Nähe des Leuchtturms. Nachdem wir die Aussicht genossen haben fahren wir ein Stück Schnellstrasse zurück und dann auf einer schmalen, steilen Strasse durch alte Tunnels hinunter nach Paul do Mar. Unterwegs können wir schon hinunterschauen auf das Dorf am Meer.





Unten angekommen spazieren wir durch den kleinen Ort, sehen uns die schönen bunten Häuser an und die moderne Kirche und trinken etwas in einem Restaurant am Meer.











In Anschluss fahren wir weiter nach Jardim do Mar. Hier ist das Dorf etwas erhöht und zum Meer muss man ein paar Treppen hinunterlaufen. Wir machen einen Rundgang hinunter zum Meer, der Promenade entlang und wieder hinauf ins Dorf.








Von Jardim do Mar fahren wir weiter nach Calheta. Calheta hat zwei aufgeschüttete Sandstrände. Dementsprechend hat es hier auch mehr Hotels und Touristen. Wir schauen uns die Strände an, essen ein Eis in einer Strandbar. Da in Funchal vor ein paar Tagen das Blumenfest stattfand, sind die Orte überall mit Blumenarrangements geschmückt. Offensichtlich ist das Meer im Süden der Insel wärmer, denn hier tummeln sich einige Leute im Wasser.







Mittlerweile ist schon wieder Nachmittag und wir fahren von Calheta direkt ins Hotel zurück. Dort machen wir es uns auf den Liegestühlen der Terrasse bequem und testen den Whirlpool, der zum Glück wärmer ist als der Pool. Den Abend verbringen wir wieder in Ribeira Brava und gehen in das feine Muralha Terrace essen. Ein sehr schönes Restaurant, mit ausgezeichneten Gerichten und sehr freundlicher Bedienung. Wir geniessen das schöne Ambiente und den herrlichen Sonnenuntergang.





Am nächsten Morgen fahren wir zuerst nach Ponta do Sol. Ein gut besuchter hübscher kleiner Ort an der Südküste Madeiras. Diese haben wir 1987 nur auf einem Ausflug nach Câmara de Lobos besucht, weshalb wir sie uns jetzt genauer ansehen. Wir spazieren in Ponta do Sol am Meer entlang und zur Steinbrücke von der der Ortsname kommt.










Auf beiden Seiten des Ortes gibt es noch Tunnels der alten, nicht mehr befahrenen Strasse, die jetzt als schattige Parkplätze dienen. Wir laufen durch den einen Tunnel durch und kommen zu einer ganz alten Brücke eines Weges, der eine spektakuläre Aussicht bietet.









Die Aussicht ist herrlich, der Weg ist jedoch nur kurz und geht nicht durchgehend weiter. Es gibt bestimmt viele sehr schöne Wanderwege auf Madeira den Klippen entlang, aber für mich mit Höhenangst absolut nicht machbar. Auch die schönen Levadawanderungen sind zum Teil an steilen Hängen und weisen schmale Stellen auf. Die beliebten Wanderungen sind auch stark besucht und dann ständig auf schmalen Stellen anderen Menschen ausweichen möchte ich nicht. Deshalb haben wir uns gegen eine beliebte Levadawanderung entschieden. Wir sind an einigen Parkplätzen der Wanderwege vorbeigekommen und die waren schon brechend voll. Darauf haben wir keine Lust. Wir hatten 1987 eine grössere Levadawanderung gemacht, die war schön und damals hatte es wahrlich fast keine anderen Touristen unterwegs.



Wir genehmigen uns noch so ein leckeres Pasteis de nata und laufen zurück zum Auto oberhalb des Dorfes. Wir fahren weiter nach Madalena do mar. Dort wollen wir den Bananenweg machen.















Wir laufen zuerst am Meer entlang und schauen den Gleitschirmfliegern zu beim Landen. Dann geht es auf den Bananenweg durch eine Bananenplantage wieder zurück. Der Weg ist kurz, nicht mal eine viertel Stunde und führt mitten durch die Bananenbäume den Levadas entlang, ganz easy. Wir fahren wieder zurück zum Hotel und verbringen den Nachmittag auf der Sonnenterrasse. Am Abend fahren wir wieder nach Ribeira Brava und essen einen Burger im Avenida, der sehr gut ist. Danach laufen wir der Promenade entlang und geniessen den Sonnenuntergang.





Am nächsten Morgen, es ist Sonntag, wollen wir nach dem Frühstück zum Cabo Girão Skywalk, den gab es schliesslich 1987 noch nicht, und nach Câmara de Lobos. Zuerst ein Stück Schnellstrasse und dann auf einer schmalen Strasse zum Aussichtpunkt Cabo Girão. Leider stehen wir plötzlich im Stau vor einer Kurve. Ein Autobus kommt an den parkierten, herumstehenden Autos nicht vorbei. Auf beiden Strassenseiten schon alles vollparkiert. Diejenigen, die dem Bus ausweichen oder Platz machen sollten sind überfordert, kommen weder vor noch zurück. Der Busfahrer fuchtelt mit den Armen, ein Einheimischer steigt aus dem Auto und winkt dem im Weg stehenden Auto zum zurückfahren. „Cabaret par excellence“. Wir stehen nicht im Weg und amüsieren uns, na ja Andi weniger, der ärgert sich, dass es nicht vorwärts geht. Nach langem Hin- und her, Bus vor und zurück, Auto vor und zurück, schafft es der Bus um die Kurve an den Autos vorbei. Beim Aussichtspunkt natürlich absolut kein Parkplatz. Wir fahren am Skywalk vorbei, nix wie weg hier. Vor lauter Aufregung verpassen wir die Zufahrt zur Schnellstrasse und kommen so über eine enge, steile Nebenstrasse die 580 Höhenmeter hinunter nach Câmara de Lobos. Ich bin ganz froh, dass Andi fährt. Im Zentrum von Câmara de Lobos hat es sogar eine Parkgarage in die wir das Auto abstellen. Wir schlendern durch das wunderschöne, aber sehr touristisch gewordene ehemalige Fischerdorf und machen viele Fotos von diesem trotzdem noch schönen Ort.





















Câmara de Lobos ist ein sehr schöner Ort, der uns schon 1987 sehr gut gefallen hat. Winston Churchill war auch begeistert von diesem Fischerdorf und hat hier einige Zeit verbracht und gemalt. Eine Statue erinnert an ihn. Wir essen in einem der vielen Restaurants einen kleinen Snack und fahren dann gemütlich über die Schnellstrasse zurück zum Hotel. Am Abend fahren wir wieder hinunter nach Ribeira Brava und essen dort im Don Luis einen Espetada. Dieser ist jedoch nicht so lecker wie im Norden.





Morgen geht es weiter in die Hauptstadt nach Funchal, wo wir die letzten 3 Tage verbringen werden.