
Nachdem wir auf unserer Rundreise Amalfiküste 2024 bereits Sorrent, Ischia und Capri besucht haben, geht es heute endlich zur Amalfiküste. Nach dem Frühstück werden wir wieder von unserer tollen Reiseleiterin Josephine (Giuseppina) abgeholt. Mit dem Bus geht es südlich zur imposanten Küste. Schon bald fahren wir oberhalb Positano vorbei. Mit dem Bus besteht keine Möglichkeit anzuhalten. Die Strasse ist sehr schmal, Parkplätze Fehlanzeige, es hat schlichtweg keinen Platz. Wir fahren ein Stück weiter und bei einem Restaurant mit Souvenirgeschäft gibt es einen Busparkplatz. Von hier sieht man hinüber nach Positano. Einige in der Reisegruppe sind enttäuscht, dass wir Positano nicht besichtigen. Aber es ist tatsächlich so, dass man mit einem Bus nicht hinunterfahren kann, da alles zu eng ist. Am besten wäre es mit einem Schiff die Küste abzuklappern, aber dazu bräuchte man mehr Zeit. Nach dem Aussichtspunkt fahren wir weiter, wenn ein Bus oder Lastwagen entgegenkommt, dann muss unser Chauffeur hin und her und man räumt sogar Strassentafeln weg, damit man aneinander vorbeikommt. Also im Sommer stell ich mir das Fahren auf dieser Strasse grässlich vor.






Wir kommen an Dörfern vorbei, quetschen uns der schmalen Strasse entlang an parkierten Autos vorbei, an interessanten Felsformationen und am Linienbus. Da sind wir doch mal froh, müssen wir nicht selber fahren, denn auch für Autos wird es schwierig einen Bus zu kreuzen. In Amalfi lässt uns der Bus am Hauptplatz aussteigen. Wir müssen uns beeilen, denn 5 Minuten parkieren, um Leute aussteigen zu lassen, kostet schon E 60.–. Der Bus fährt zurück und muss an einem anderen Ort ausserhalb der Amalfitana parkieren.






Wir schauen uns am Hafen etwas um während Josephine ein Schiff für uns organisiert. Zu Beginn machen wir eine Schifffahrt und schauen uns die Küste vom Wasser aus an. Zuerst geht es mit dem Schiff wieder ein Stück zurück von wo wir gekommen sind. Das ist sehr gut, denn die Strasse verläuft zum Teil weit oben und von den Häusern, Villen und Hotels die unten am Meer sind, sieht man nichts. Erst mit dem Schiff wird die wunderschöne Küstenlandschaft sichtbar. Das ist eine ausgezeichnete Idee. Wir sind begeistert.










Wir fahren an Hotels vorbei, die terrassenförmig angelegt sind und über Treppen oder Lift mit einem Stück Strand verbunden sind. Weiters sehen wir einen Felsbogen, die Teufelshöhle, traumhafte Villen, unter anderem die ehemalige Villa von Sophia Loren. Dann dreht das Boot und fährt wieder zurück, so sehen wir den Ort Amalfi vom Wasser aus. Gleich danach kommt Atrani, das durch den Film „Der talentierte Mr. Ripley“ nun leider kein Geheimtipp mehr ist. Das Schiff fährt noch ein Stück weiter, wir sehen hinauf zu den Schirmpinien nach Ravello, wo wir dann am Nachmittag runterschauen werden und wir fahren vorbei an diversen Villen, auch an der Villa von Roger Moore, einem ehemaligen James Bond Darsteller. Die Fahrt geht weiter bis Maiori, dort dreht das Schiff wieder um und fährt uns zurück nach Amalfi.








Wieder zurück im Hafen Amalfi spazieren wir eine Runde durch den Ort. Wir sind nicht allein. Hier tummeln sich so einige Touristen. Auf den Treppen des Doms machen wir ein Foto mit der Reisegruppe und dann dürfen wir eine halbe Stunde durch die Gassen schlendern. Wir laufen ein wenig hinauf und weg von den vielen Touristen und kaufen uns am Ende der Gasse ein Zitroneneis. Aber nicht die in der Zitrone, die ein Vermögen kostet, ein ganz normales Zitroneneis in einer Waffel. Sehr lecker und kostete nicht mal die Hälfte. Von der Hauptgasse zweigen überall Treppen ab, die hinauf zu den Häusern, Hotels etc. führen.















Wir schlendern wieder zurück zum Hauptplatz und sehen uns noch etwas um, dann müssen wir zum Treffpunkt beim Hafen. Von hier aus fahren wir mit Minibussen hinauf nach Ravello. Die Fahrt führt auf schmalen, kurvigen Strassen stets hinauf, bis wir vor der Stadt anhalten und den Rest zu Fuss bewerkstelligen müssen.















In Ravello sehen wir uns die Gärten der Villa Rufolo an. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick aufs Meer. Ein sehr schöner Ort um ein paar tolle Fotos der bezaubernden Landschaft zu machen. Auf dem Domplatz genehmigen wir uns etwas zu Trinken und einen kleinen Snack. Dann heisst es wieder zurück laufen zum Punkt wo wir ausgestiegen sind und von dort holt uns der grosse Bus ab und wir fahren durchs Hinterland zurück nach Sorrent.
Wir machen uns im Hotel kurz frisch und fahren wieder, wie jeden Abend, mit dem Hotelshuttle ins Zentrum von Sorrent. Zuerst genehmigen wir uns natürlich einen kleinen Apéro mit den kostenlosen Stuzzichini.



Danach suchen wir uns ein schönes Restaurant aus. Die alte Bücherei eines Klosters, dass nun als Restaurant dient, sticht uns sofort ins Auge. Wir setzen uns an einen Tisch vor dem Eingang und geniessen ein sehr feines Abendessen. Zur Vorspeise Lachscarpaccio und Schwertfisch mit Crevetten. Zur Hauptspeise Tagliata und Pfeffersteak. Für ein Dessert haben wir heute keinen Platz mehr. Es ist alles sehr schön präsentiert, die Tagliata ist ein wenig zu durchgebraten, ansonsten alles sehr gut. Auf jeden Fall besser als im Hotel.






Wir spazieren noch etwas durch die Gassen, dann fahren wir wieder mit dem Hotelshuttle zurück nach Sant’Agnello. Morgen haben wir wieder einen freien Tag, d.h. man hätte einen Ausflug nach Neapel dazubuchen können. Wir haben uns aber entschlossen alleine nach Neapel zu fahren um die Sachen anzuschauen, die wir möchten.