Pompeji – Vesuv / Italien

Pompeji und Vesuv im Hintergrund

Auf unserer Amalfireise im Oktober 2024 haben wir Sorrent, Ischia, Capri, die Amalfiküste und Neapel besucht. Jetzt fehlt noch die Ausgrabungsstätte Pompeji und der Vesuv. Heute schliessen wir uns wieder unserer Reisegruppe an, da dieser Ausflug im Arrangement inbegriffen ist. Nach dem Frühstück holt uns unsere Reiseleiterin Josephine ab, die übrigens einen Superjob macht. Sie hat immer alles im Griff, organisiert alles perfekt und ist sehr sympatisch und witzig, ausserdem spricht sie sehr gut deutsch. Also sie holt uns ab und wir fahren mit dem Bus nach Pompeji. Heute liegen 4 Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Neapel und es werden viele Menschen in Pompeji erwartet. Deshalb nehmen wir einen anderen Eingang und sind am Anfang noch fast alleine unterwegs. Gut gemacht Josephine.

Wir kommen zuerst bei einem grossen Amphitheater vorbei und dann weiter an verschiedenen Häusern und Handwerksbetrieben. Einiges ist gut erhalten, zum Beispiel die wunderschönen Mosaikböden oder die Theken wo Essen verkauft wurde und eine Villa mit Marmorbäder. Wir werfen auch einen Blick ins Freudenhaus hinein.

Wir waren ja 2007 schon einmal in Pompeji anlässlich einer Kreuzfahrt, aber da haben wir einen anderen Bereich der Ausgrabungen angeschaut, jedenfalls kommt mir da fast nichts bekannt vor. Ich denke man könnte mehrmals diese Stätte besuchen und würde immer wieder Neues entdecken. Pompeji sehr interessant und wenn man bedenkt, dass diese Stadt vor fast 2000 Jahren durch den Vulkan zerstört wurde wird einem etwas mulmig zumute. Es kommen immer mehr Menschen aufs Gelände und da wir ja noch den Vulkan erklimmen wollen, machen wir uns auf den Weg hinaus zum Bus und fahren zum Vesuv. Unterwegs machen wir einen Mittagsrast in einem schönen Landgasthof in den Hängen des Vesuvs. Wir essen ausgezeichnet und können im lauschigen Garten sitzen. Den Salat habe ich vergessen zu fotografieren. Danach geht es weiter mit dem Bus hinauf in den Nationalpark zum Parkplatz vor dem Wanderweg zum Kraterrand des Vesuvs.

Vom Parkplatz aus dauert der Aufstieg etwa eine halbe Stunde. Zuerst geht es im Zick-zack ziemlich steil auf dem steinigen Weg hinauf, dann folgt ein längeres Stück stetig bergauf. Es kommen noch ein paar Treppen und dann ist man am Kraterrand oben und kann diesem entlanglaufen und die Aussicht geniessen sowie in den Krater schauen. Unterwegs hat es 3 Hütten wo man ein Getränk oder Souvenirs kaufen kann. Zu Beginn des Weges kann man sich einen Stock auslehnen, damit man besser hinauf und hinunterlaufen kann. Ich hab mir einen geschnappt und war beim runterlaufen froh drum, denn der Weg aus Lavagestein kann ganz schön rutschig sein. Am Ende der Wanderung gibt man den Stock wieder ab und gibt dem Mann ein kleines Trinkgeld.

Das Gefühl auf einem noch aktiven Vulkan zu stehen ist schon speziell. Im Vorfeld hatte ich sogar Bedenken, ob ich da wirklich hinauf will. Was, wenn der plötzlich ausbricht. Aber zum Glück ist er ruhig und es ist nur an einer Stelle ein wenig Dampf ausgetreten. Die Aussicht von oben ist leider aufgrund von Wolken und Dunst nicht so toll aber man kann es sich vorstellen wie es bei klarem Wetter aussieht. Wir haben nicht so viel Zeit um alles in Ruhe anzusehen, denn wir müssen schon wieder hinunter und zum Bus. Der Rückweg ist natürlich schneller weil alles abwärts geht. Trotzdem muss man auf dem steinigen Weg aufpassen, dass man nicht rutscht. Gute Schuhe sind da auf jeden Fall angebracht. Wir kommen auf den letzten Drücker zum Bus und schon geht es wieder zurück nach Sorrent.

Nach einer kurzen Pause im Hotel fahren wir mit dem Shuttle ein letztes Mal in die Stadt. Ein letzter Limoncello Spritz auf der Aussichtsterrasse und dann suchen wir uns heute ein ganz tolles Restaurant in einer ruhigen Gasse aus. Wir speisen wieder hervorragend und bereuen es überhaupt nicht, dass wir nicht mehr im Hotel gegessen haben. Unsere Mitreisenden beklagen jeden Morgen beim Frühstück, dass das Essen am Vorabend nicht so toll war, aber trotzdem essen sie jeden Abend dort. Wir haben heute ein Rindscarpaccio zur Vorspeise geteilt, ich hatte ein Tunasteak zur Hauptspeise und Andi Fischfilet mit Zitrone und zum Dessert Tiramisu und ein Zitronendessert. Alles köstlich.

Am nächsten Morgen werden wir nach dem Frühstück im Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren. Dort verabschieden wir uns von unserer überaus sympathischen Reiseleiterin Giuseppina oder Josephine und checken unser Gepäck ein. Leider müssen wir dann mehrere Stunden auf dem Flughafen Neapel ausharren und auf unseren Flieger warten. Der konnte am Vortag nicht in Altenrhein landen aufgrund von Nebel und musste nach Memmingen ausweichen. Die Reisegruppe, die heute nach Sizilien fliegt, musste zuerst mit dem Bus nach Memmingen gebracht werden und somit flog der Flieger schon mit enormer Verspätung ab um uns dann in Neapel mit noch mehr Verspätung aufzugabeln. Statt um 15:00 Uhr geht der Flieger dann um 17:30 Uhr nach Hause. Gott sei Dank hat es heute keinen Nebel am Bodensee, so können wir um 19:00 Uhr in Altenrhein landen. Koffer haben wir ganz schnell und das Auto steht auch noch da. So sind wir in einer halben Stunde zu Hause.

Hinterlasse einen Kommentar