Mittelamerika Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 1

Porto Limón – Costa Rica

Da bei unserer Kreuzfahrt Costa Maya aufgrund des Wellengangs ausgefallen ist, sind wir heute einen zusätzlichen Tag in Costa Rica. Wir haben zwar nichts von Wellen gemerkt, aber der Kapitän teilte uns ja mit, dass am Pier zu hohe Wellen sind und das Schiff dort nicht die Erlaubnis zum Anlegen bekommt. Wir haben für den morgigen Tag wieder einen Ausflug privat gebucht bei Cariari Tours. Die Inhaberin, Carina Speeg ist ursprünglich aus dem Elsass und bietet Ausflüge auf Deutsch für Kreuzfahrer an. Aber dazu morgen mehr. Wir haben, nachdem wir erfahren haben, dass wir einen zusätzlichen Tag in Puerto Limón verbringen, überlegt, ob wir einen Ausflug mit Tui Cruises buchen sollen. Sie haben diese kurzfristig organisiert. Da wir morgen jedoch einen privaten Ausflug gebucht haben mit Tortuguero Park und Cahuita Park und es nicht viel mehr Auswahl gab, haben wir uns entschlossen einen ruhigen Tag an Bord zu verbringen und kurz Porto Limón anzusehen. Am Morgen haben wir ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt und da es am Morgen geregnet hat, sind wir froh, können wir vorerst auf dem Schiff bleiben. Nach 10 Uhr wagen wir uns hinaus, es hat aufgehört zu regnen.

Der Hafen ist nicht wirklich schön, in einer „Lagherhalle“ ein paar Souvenierstände, das ist alles. Draussen, vis-à-vis von Hafen ist der Parque Vargas. Hier soll man Faultiere in den Bäumen sehen. Wir spazieren durch den Park, aber die Faultiere sind sehr weit oben in den Bäumen, wie kleine pelzige Kugeln. Ein Einheimischer zeigt uns wo wir hinsehen sollen. Ich spreche mit ihm ein paar Worte spanisch und wirklich wir sehen eine kleine Fellkugel. Natürlich möchte er eine „Propina“ (Trinkgeld), was wir ihm dann auch geben. Dann laufen wir zum Meer und ein wenig dem Strand entlang und durch die Stadt. Schön ist anders. Porto Limón bietet jetzt gar nichts. Vielleicht weil es Sonntag ist? Alle Läden sind geschlossen, die Hauptstrasse ist leer. Wir gehen wieder zurück zum Schiff durch den Parque Vargas und sehen noch 2 Faultiere in den Bäumen.

Den Nachmittag verbringen wir auf dem Poodeck. Da die meisten Leute an einem Ausflug sind, gehört das Schiff fast uns alleine. Endlich Platz am Pooldeck und auf den bequemen Liegestühlen. Ist auch mal schön, auf dem Schiff zu bleiben, wenn die Meisten unterwegs sind. Den Abend verbringen wir beim Apéro in der Aussenalster und beim Essen im Atlantik und dann am Pooldeck. Da das Schiff über Nacht im Hafen bleibt, hat der Kreuzfahrtdirektor die Band, die immer beim Schiffsausgang so tolle Rhythmen spielt, aufs Schiff eingeladen und sie geben hier ein tolles Konzert. Eine gute Idee, wie wir finden. Morgen früh geht es zu unserem Ausflug mit Cariari Tours.

Das Essen, wie immer, sehr sehr lecker.

Porto Limón – Costa Rica

Heute morgen geht es nach dem Frühstück wieder hinaus aus dem Hafen, wo wir von Cariari Tours einem Minibus zugeteilt werden. Zum Glück sind wir früher als im Email abgemacht am Hafen. Denn kaum sind wir im Bus, fährt er auch schon ab. Etwas später merkt die Reiseleitung, dass 2 Personen fehlen. Anscheinend wurden verschiedene Zeiten für die Abfahrt angegeben. Wir und vermutlich die, die nicht da waren, hatten noch im Vorjahr gebucht und es hiess Abfahrt 8:15 Uhr. Jene, die 2025 gebucht haben, hiess es um 8:00 Uhr. Gut waren wir etwas früher schon draussen, die anderen hatten wohl Pech. Die Reiseleiterin rief zwar noch jemanden am Hafen an, ob noch wer herumsteht und sucht, aber die hatten dann wohl Pech. Finde ich nicht optimal gelöst. Sie hätte alle die gebucht hatten kurz vor dem Ausflugstermin kontaktieren sollen und die richtige Abfahrtszeit durchgeben, so wie das die anderen Anbieter gemacht haben. Wir sind im Bus und sind froh, dass es für uns geklappt hat. Wir fahren ein paar Minuten und sind an der Anlegestelle für die Bootsfahrt auf dem Tortuguero-Kanal. Wir steigen in ein kleineres Boot ein, wo etwa 12 Leute Platz haben. Und los geht die Fahrt.

Dank dem Bootsführer, der genau weiss, wo die Tiere sich verstecken, sehen wir ganz viele Leguane, Vögel, Kaimane, ein Krokodil, Faultiere und ein paar Basilisken. Es ist sehr interessant und durch das kleine Boot können wir auch ganz nah heran fahren an die Tiere und so wirklich schöne Fotos schiessen. 1 1/2 Stunden kreuzen wir in dem Fluss und den schmalen seitlichen Armen umher und sind happy, dass wir so viele Tiere gesehen haben. Zurück am Ausgangspunkt fahren wir mit dem Bus zum Playa Bonita. Hier hat die Reiseleitung, die übrigens Carina Speeg selber ist, Früchte und Getränke parat und wir können uns stärken und die Aussicht geniessen.

Dann fahren wir etwa 1 Stunde zum Cahuita Nationalpark. Wir bekommen noch eine gefüllte Teigtasche und dann kann die Wanderung losgehen. Gleich beim Eingang sehen wir ein Faultier auf dem Sonnenschirm vom Restaurant sitzen. Die Reiseleiterin zahlt den Eintritt für uns und wir können dem Weg entlang spazieren. Zum Glück hat sie gute Augen und ist sich gewohnt, wo die Tiere sich verstecken, denn sonst hätten wir vermutlich kein Einziges gesehen.

Auf dem schönen Weg im Schatten der Bäume und dem Meer entlang sehen wir viele Echsen, Brüllaffen, Kapuzineraffen, Faultiere, eine gelbe Wimpernschlange, die sehr giftig ist, Blattschneideameisen und ein paar schöne Ausblicke aufs Meer. 2 Stunden halten wir uns im Cahuita Nationalpark auf und können viele Tiere beobachten. Am Ende des Parks kommen wir wieder beim Sonnenschirm vorbei wo jetzt die Mama Faultier mit Kind heruntersteigt. Ein interessantes Schauspiel. Von hier geht es mit dem Bus wieder zurück aufs Schiff, wo wir pünktlich ankommen und noch genug Zeit bleibt bis zum Auslaufen. Der Ausflug mit Cariari Tours hat uns sehr gut gefallen. Wir waren eine kleine Gruppe und konnten so viel sehen und sind auch gut vorangekommen. Den Abend verbringen wir wie immer an der Aussenalsterbar und im Atlantik beim Essen. Heute gehen wir früh schlafen, morgen um 1/4 vor 7 müssen wir startklar sein. Es geht nach Panama.

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