La Romana DomRep / Abreise
Wir kommen am frühen Morgen in La Romana an. Wie es aussieht hat es geklappt. Man lässt uns andocken. Unser heutiger Ausflug „Altos Chavon mit Bootsfahrt“ von TUI Cruises wurde leider abgesagt. Stattdessen wurde uns eine Rundfahrt mit einer Bimmelbahn durch La Romana angeboten. Dummerweise haben wir dies angenom-men und leider konnte man es nicht mehr stornieren. So begeben wir uns halt am Morgen zum Ausgang und fahren mit der Bimmelbahn durch La Romana. Wir werden von einem Polizeiauto begleitet und ein Aufpasser fährt mit der Bahn mit. Wir haben irgendwo gelesen, dass Kreuzfahrttouristen von den Einheimischen mit Steinen attackiert wurden aus Angst vor Einschleppung des Corona Virus, das war aber nicht in der Dominikanischen Republik, aber wer weiss, anscheinend sind wir nicht mehr so beliebt. Wir fühlen uns auch absolut nicht wohl auf dem Bähnchen, zu sehen gibt es auch nichts Besonderes. Bei einem Tabakladen könnte man Zigarren kaufen, ansonsten dürfen wir nicht aussteigen. So ist es eine kurze Fahrt und schon sind wir wieder zurück auf der Mein Schiff 2. Der Ausflug hat sich jetzt überhaupt nicht gelohnt.






Da unser Flieger erst abends um 20:00 Uhr abfliegt, haben wir noch den ganzen Tag auf dem Schiff Zeit um zu sonnen, essen, spazieren. So legen wir uns auf einen Liegestuhl und gehen zwischendurch in Anckelmannsplatz noch etwas essen. Auf dem Schiff wird es ruhig, viele sind schon abgereist. Neue Gäste kommen an. Voll Freude erkunden sie das Schiff und freuen sich auf die Reise. Was sie noch nicht wissen – in 2 Tagen ist die Reise zu Ende – alle Kreuzfahrtschiffe müssen die Reisen abbrechen.



Gegen Abend verlassen wir die Mein Schiff 2 nach einer tollen, ruhigen und schönen Reise und sind froh, dass alles geklappt hat und wir von hier nach Hause fliegen können. Wir werden mit dem Bus zum Flughafen gefahren. Unsere Maschine hat etwas Verspätung. Wir sehen ein Flugzeug nach dem anderen wegfliegen und dann endlich sind wir an der Reihe. Mit etwa 2 Stunden Verspätung fliegen wir ab. Nach uns ist der Flughafen leer und ab morgen geschlossen.

Leider haben wir keine Plätze beim Buchen vorgängig reserviert und beim online einchecken blieb für uns nur die hinterste Reihe zur Auswahl. Sch…. voll die A…karte. Wir haben uns im Vorfeld grün und blau geärgert, dass wir keine Plätze reserviert hatten. Unser Sohn hatte noch einen Platz vor uns in der Reihe. Aber es war gar nicht so schlimm. Der Sitz liess sich nach hinten kippen und hinter uns war ja niemand mehr. Die Bordküche ist zwar grad dahinter und demzufolge lärmig und immer Licht. Aber ich habe dann Musik gehört und eine Augenmaske getragen, so konnte ich immerhin ein paar Stunden schlafen und Andi und ich waren alleine in der 3-er Reihe, so hatten wir genügend Platz. War im Nachhinein gar nicht unbedingt ein Nachteil. Nach einem relativ ruhigen Nachtflug kommen wir gegen halb 11 in München an.
In München haben wir einen längeren Aufenthalt, der Weiterflug nach Zürich geht erst um 15:35 Uhr. Als wir aussteigen staunen wir nicht schlecht, der Flughafen ist wie leergefegt. Kaum Passagiere unterwegs, ein paar Asiaten mit Masken, wir wundern uns und denken, was sind das für Angsthasen. Es wird nicht lange dauern, dann müssen auch wir Masken tragen in der Bahn, später in den Läden usw.
Wir checken, ob der Weiterflug nicht annulliert ist, nein, alles bestens, Zürich wird noch angeflogen. Auf der Tafel sind aber viele Flüge gestrichen und der grosse Flughafen München gespenstisch leer. Wir suchen uns ein Restaurant um noch was Kleines zu essen.

Nun sind wir gespannt, ob wir nach dem Flug aus München gleich in Quarantäne gesteckt werden in Zürich. Mit etwas Verspätung fliegen wir in München ab und landen nach einer Stunde in Zürich. Kein Mensch fragt uns, woher wir kommen, auch am Zoll können wir ohne Nachfrage problemlos einreisen. Wir laufen durch den Flughafen Zürich zum Bahnhof und staunen auch hier, alles ist ziemlich leer. Wir nehmen den nächsten Zug Richtung St. Gallen, auch der ist fast leer und kommen wohlbehalten nach Hause. Wir sind froh, dass wir unsere Reise planmässig durchführen konnten und auch mit dem Rückflug alles geklappt hat.
Zwei Tage später wird der Lockdown verkündet und plötzlich steht alles still – weltweit. Wir sind dankbar und froh dass wir wieder zu Hause sind und einer hat sich besonders gefreut.
