
Im Oktober 2019 verbringen wir ein paar Tage in der schönen Stadt Porto. Wir wollen eigentlich schon am Mittwoch zeitig abfliegen, damit wir den Nachmittag schon in Porto verbringen können, doch leider wird unser Flug kurzfristig umgebucht und wir müssen am späten Nachmittag in Zürich abfliegen, sodass wir erst gegen 20 Uhr ankommen. Aus diesem Grund entschliessen wir uns vom Flughafen aus ein Taxi in die Stadt zum Hotel zu nehmen, damit wir noch etwas zu Abend essen können in der Stadt. Das Taxi kostet ca. 20 Euro und bringt uns super schnell zum Hotel.
Wir haben für die 4 Nächte das NH Hotel Collection Porto Batalha gebucht und können sofort einchecken, das Gepäck in das Zimmer stellen und dann losgehen ein Restaurant zu suchen. Das Hotel ist neu renoviert, das Gebäude war früher ein Palast einer reichen Familie, später dann ein Regierungsgebäude. Die Zimmer sind schön eingerichtet und verfügen über alles, was man so braucht.



Da wir recht hungrig sind und im Vorfeld schon ein bisschen recherchiert haben, wo in der Nähe ein gutes Restaurant zu finden ist, begeben wir uns gleich hinter dem Hotel zum Restaurant elébê Entreparedes. Es ist schon 21:00 Uhr, wir sind gespannt ob es noch Platz hat für uns. Wir müssen einen Moment im Vorraum warten, dann werden wir in den 1. Stock geführt und können dort in einem schönen grossen Saal, der aussieht wie ein Garten, ein leckeres Mahl zu uns nehmen.




Wir werden sehr freundlich bedient und das Essen ist ausgezeichnet. Wir sind sehr positiv überrascht. Danach haben wir nur einen kurzen Weg zurück zum Hotel und fallen müde in die bequemen Betten.
Den nächsten Morgen starten wir mit einem sehr guten, abwechslungsreichen Frühstück im Hotel. Danach begeben wir uns zur Haltestelle der Hop-On-Hop-Off Busse und fahren eine Runde mit dem Bus.






Die Hop-On-Hop-Off Touren bieten einen guten Überblick, um die Stadt fürs erste zu entdecken. Im Zentrum steigen wir dann in den anderen Hop-On-Hop-Off Bus, der zum Meer hinausfährt. Dort laufen wir dem Strand entlang nach Matosinhos und gehen dort Mittagessen in einem der Strassenrestaurants, die den Grill auf der Strasse haben. Wir essen sehr guten frischen Fisch und trinken Mateus Wein, den wir in jungen Jahren gern hatten und dann plötzlich vergessen haben. Es ist alles sehr lecker und wir geniessen diese Mittagspause am Meer.











Nach dieser Pause laufen wir zurück zur Bushaltestelle und warten auf den Hop-On-Hop-Off Bus zurück in die Stadt. Dies dauert relativ lange. Das ist der Grund, warum ich eigentlich diese Hop-On-Hop-Off Busse nicht so gerne habe. Im Grunde genommen verplempert man viel zu viel Zeit mit Warten. Will man jede Haltestelle aussteigen und die Sehenswürdigkeiten ansehen, könnte man das gar nicht in der kurzen Zeit bewältigen. Von daher bin ich eigentlich lieber mit den normalen öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs. Wir haben diesen nur gewählt, weil noch eine Schiffahrt dabei ist und eine Degustation in einem Portweinkeller. Irgendwann kommt dann der Bus doch noch und wir fahren damit zurück ins Zentrum von Porto. Wir laufen dann weiter zu Fuss zu den interessanten Punkten.
Wir spazieren zum Torre Clérigos, zur Livraria Lello, dort steht eine lange Schlange von Touristen, um sich einen Zugang zur Bücherei mit der geschwungenen Treppe, zu verschaffen. Dazu haben wir definitiv keine Lust. Wir sind dann beim Rathaus vorbeigelaufen, dort standen auch Massen um ein Foto mit den PORTO Buchstaben zu machen.










Vor dem Café Majestic steht wieder eine Schlange Leute, die ihren Kaffee in dem altehrwürdigen Restaurant trinken wollen. Es gibt bestimmt noch andere schöne Cafés in Porto, das würden wir uns nicht antun. Wir laufen Hügel rauf und Hügel runter zu unserem Hotel zurück und ziehen uns für den Abend um. Heute abend haben wir in einem kleinen Restaurant Artesao in Porto einen Tisch reserviert und wollen mal sehen, was die uns so bieten.


Auf dem Weg zum Restaurant kommen wir noch beim Bahnhof Sao Bento vorbei mit der schönen Innenhalle. Wir können sie gar nicht richtig fotografieren, sieht aber wirklich sehr schön aus mit den vielen Azulejos.












Die Bedienung ist sehr freundlich und zuvorkommend, das Restaurant sehr klein, man sieht in der Küche den Koch hantieren, der alles frisch zubereitet. Wir haben 2 verschieden Menüs bestellt und beide sind ausgezeichnet. Wir sind begeistert und froh, dieses kleine Juwel gefunden zu haben. Nach dem Essen spazieren wir zurück durch das nächtliche Porto in unser Hotel.






Am nächsten Morgen nach dem Frühstück laufen wir die vielen Treppen hinunter nach Ribeira. Heute morgen wollen wir zu allererst die Schiffahrt auf dem Douro machen. Wir haben Glück und es stehen noch nicht viele Leute an. Das Schiff fährt zuerst unter dem Ponte Luis durch und weiter bis nach der Eisenbahnbrücke, die fast gleich aussieht wie der Ponte Luis und dann zurück bis zur Autobahnbrücke. Vom Schiff aus hat man eine tolle Aussicht auf die beiden Stadtteile Porto und Gaia.








Das Wetter ist heute sensationell, so laufen wir nach der Schiffahrt durch die engen Gassen hinter dem Ribeira dann über den Ponte Dom Luis nach Gaia hinüber. Dort genehmigen wir uns eines dieser leckeren Pasteis de Nata und geniessen die Aussicht auf den Fluss.









Nach der Portwein Degustation und Museumsbesuch bei Calem wollen wir noch mit der Seilbahn (Teleférico) hinauf zum Aussichtspunkt Miradouro da Serra do Pilar. Aber vorher müssen wir noch was Kleines essen. Wir entscheiden uns eine Franchesinha, eine Spezialität aus Porto, zu probieren.

Nach diesem währschaften Snack brauchen wir noch etwas Bewegung. Zuerst laufen wir in Gaia dem Fluss entlang auf der Promenade, dann geht es aber mit der Seilbahn hoch. Wir sind ja Gondeln in den Bergen gewohnt, über den Hafen zu fahren ist aber mal was anderes, obwohl der Spass recht teuer ist für die paar Minuten Fahrt. 6 Euro ein Weg.





Vom Miradouro haben wir eine prächtige Aussicht auf Porto und Gaia. Wir beschliessen danach über die Brücke oben, wo das Tram fährt, hinüber zu laufen zum Hotel.




Am Abend laufen wir einen anderen Treppenweg hinunter zum Hafen, über die Brücke nach Gaia und essen dort im Rabelos einen Bacalhau (Stockfisch). Das Restaurant ist sehr schön gelegen, die Bedienung freundlich. Das Essen, na ja, ich habe zwar gerne Fisch aber der ist mir dann doch zu trocken. Nicht unbedingt mein Geschmack. Es hätte bessere Sachen auf der Karte. Wir spazieren wieder zurück nach Ribeira und schlendern dort am Hafen entlang. Hier gibt es sehr viele Restauants und Bars und entsprechend viele Leute sind unterwegs. Wir genehmigen uns auf einer kleinen Terasse im oberen Stock noch ein Gläschen Wein und lassen den Tag ausklingen. Zurück zum Hotel fahren wir mit der Funiculare Guindais.



Am nächsten Morgen, beschliessen wir eine Rundfahrt mit dem alten Tram zu machen. Dazu steigen wir in der Nähe unseres Hotels in Batalha in die historische Strassenbahn.


Wir rumpeln mit dem Tram ins Zentrum und wieder zurück nach Batalha. Von dort laufen wir zur Kathedrale da Sé. Im Tourist Office wollen wir uns für einen Tag eine Andante Tour Card 1 kaufen, so dass wir mit der Metro morgen zum Flughafen fahren können und heute noch mit Bus und Tram. Leider wird dies entgegen den Angaben im Internet nicht im Tourist Office verkauft, der Herr schickt uns zum Bahnhof. Beim Schalter am Bahnhof hat es massig Leute, also versuchen wir unser Glück an einem Ticket-Automaten. Leider geben wir bei „Titulo“ 2 Stück an, denn wir wollen ja 2 Karten. Es kommt aber nur eine Karte raus mit 2 Tagen drauf. Nicht das, was wir wollten. Also doch anstehen und beim Schalter fragen, ob sie dies umtauschen. Wir stehen eine Weile an, endlich kommen wir zum Schalter. Der Angestellte ist nicht sehr freundlich und speist uns damit ab, dass er dies nicht umtauschen könne und wir irgendwo in der Stadt, bei dieser Andante Gesellschaft dies umtauschen müssen. Titulo bedeute nicht Anzahl Karten sondern Anzahl Tage auf einer Karte. Wir nerven uns und lösen am Automaten nochmals eine Karte, diesmal nur 1 Titulo. Man kann zwar am Automaten die Sprache Englisch wählen, aber bei der Auswahl wird Titulo nicht übersetzt. 7 Euro kostet eine Tageskarte, für mich jetzt halt 14 Euro.



Wir laufen durch die Gassen der Stadt in Richtung Fluss. Heute wollen wir nochmals zur Flussmündung und zum Leuchtturm. Dazu nehmen wir jetzt den öffentlichen Bus. Es gäbe auch ein nostalgisches Tram, aber da stehen die Leute schon in einer langen Schlange an. Ausserdem haben wir ja jetzt die Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel, die wird jetzt ausgenutzt.








Wir laufen ganz hinaus zum Leuchtturm. Es hat hohe Wellen, die sich mit grosser Gischt am Nachbarsleuchtturm entladen. Ein schönes Schauspiel. Wenn man nicht aufpasst, kann man ganz schön nass werden. Tatsächlich kommt eine riesige Welle über die Mauer und innert Sekunden ist der Weg knöchelhoch mit Wasser bedeckt. Ich natürlich zu langsam um auf die Mauer zu springen tauche meine neuen ON Schuhe voll ins Wasser. Igitt. Nichts wie weg hier. Zum Glück sind die Schuhe leicht und trocknen recht schnell und es ist ihnen nichts anzusehen vom Malheur.



Danach laufen wir zurück Richtung Stadt, genehmigen uns unterwegs noch ein Glace und fahren dann mit dem Bus wieder zurück nach Porto.


Mit der Strassenbahn fahren wir über die Brücke Dom Luis zum Jardim de Morro. Von hier laufen wir dann hinunter nach Gaia, kommen an vielen Murals vorbei und gestatten dem Offley Portweinkeller noch einen kurzen Besuch ab.






Danach genehmigen wir uns noch einen kleinen Apéro und laufen zurück zum Hotel.

Für den letzten Abend haben wir im Terra Nova am Douro reserviert. Wir bekommen einen Tisch im oberen Stock des kleinen Restaurants. Der Service ist äusserst freundlich und aufmerksam, das Essen ist sehr gut.




Nach dem feinen Essen laufen wir noch am Porto de Ribeira entlang und beobachten das nächtliche Treiben. Wir nehmen die Funiculare hinauf nach Batalha und begeben uns ins Hotel.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück spazieren wir noch etwas durch die Stadt. Gegen Mittag checken wir aus und fahren mit der Metro zum Flughafen. Unser Flug zurück nach Zürich geht kurz vor 2 Uhr. Nach ca. 2 1/2 Stunden sind wir wieder in Zürich.
Fazit: Porto hat uns sehr gut gefallen. Die Stadt ist schön gelegen, nicht so gross, alles ist fussläufig erreichbar. Die Restaurants, welche wir besucht haben, überzeugten mit gutem Essen und freundlichem Service. Es gibt viele schöne Aussichtspunkte, die Ponte Luis kann unten und oben zu Fuss überquert werden. Eine Fahrt zum Meer sorgt für Abwechslung und nasse Füsse. Eine Fahrt mit einem Schiff auf dem Douro sollte unbedingt dabei sein.
Super Schön. Essen sieht lecker aus 😉
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