
„Brügge sehen und sterben“ so heisst ein bekannter Film, aber das wollen wir natürlich nicht aber sehen wollen wir das Städtchen schon. Auf unserer Belgienrundreise darf Brügge natürlich nicht fehlen. Wir kommen von Antwerpen, waren vorher in Brüssel und Lüttich und von der P+R Linkeroever benötigen wir nur etwa 1 Stunde nach Brügge. Da wir dann zu früh im B+B Maison Bruges wären beschliessen wir noch kurz an die Nordsee zu fahren. In Knokke Heist schnuppern wir Meerluft.









Ein Riesenstrand und so leer sind wir gar nicht gewohnt. Aber vermutlich ist es eine Ausnahme, dass es so heiss ist und die Sonne so erbarmungslos scheint. Das Meer selber wird auch nicht so warm sein wie das Mittelmeer. Es hat immer noch um die 30 Grad Lufttemperatur und so ist der Spaziergang am Strand wunderschön in der Meeresbrise. Dann wird es Zeit nach Brügge zu fahren. Von Knokke Heist sind wir in 25 Minuten beim gebuchten B+B für 3 Nächte in Brügge. Im B+B Maison Bruges haben wir einen Parkplatz im Hof und eine 2-Raum-Suite gebucht mit Balkon. Sehr schön eingerichtet, sauber und wirklich sehr netter Besitzer, der uns mit allerlei Infos und Tipps eindeckt. Das Zimmer ist allerdings im obersten Stockwerk und hat keine Klimaanlage. Wer denkt schon, dass er in Belgien eine Klimananlage braucht. Wir haben ja auch keine zu Hause. Aber es ist richtig heiss im Zimmer. Wir schliessen alle Vorhänge und hoffen, dass es abends etwas kühler wird. Wir machen uns dann auch gleich auf den Weg um Brügge zu erkunden.






Das B+B ist am Rande der Innenstadt, zu Fuss braucht man ca. 20 Minuten bis zum Grote Markt. Unterwegs sehen wir schon viele hübsche Häuser und Grachten. Auf dem grossen Platz beim Belfried findet eine Veranstaltung statt und wir hören nur lauten Motorenlärm. Also laufen wir weiter und entdecken ein paar schöne Plätze Brügges.







Brügge ist wahrlich ein sehr schöner Ort. Es sind auch viele Touristen unterwegs und alle geniessen das herrliche Wetter. Wir kommen am Rozenhoedkaai vorbei, am Rathaus und der Heilig-Blut-Basilika, die wir uns auch von innen ansehen.














Nach so vielen Eindrücken müssen wir etwas Kleines essen und trinken. Wir sind begeistert von Brügge.


Wir schlendern dann noch weiter durch die Stadt und entdecken immer wieder Neues. Irgendwie kommen wir bei der Bonifacius-Brücke vorbei und stellen uns in die Warteschlange für ein Foto. Es geht aber dann doch recht schnell voran.







Brügge hat so viele schöne Ecken und Gebäude, man weiss gar nicht wo zuerst hinsehen. Ich bin nicht überrascht, dass die Stadt täglich so viele Besucher aus aller Herrenländer hat. Auch uns gefällt sie sehr gut. Jetzt schauen wir mal ob man auch gut essen kann in Brügge oder ob es Touristenfallen sind. Aber zuerst kommen wir noch beim Belfried vorbei, die Vorstellung ist beendet, man sieht jetzt den ganzen Platz besser.




Dann suchen wir uns ein Restaurant in einem Hinterhof, das ganz nett aussieht und trinken zur Abwechslung mal Weisswein und essen ein Tartar, was sehr gut war. Ein Dessert darf natürlich in den Ferien auch nicht fehlen. Vor allem bin ich begeistert hier von der Schoggisauce die es zu den Desserts gibt. Wirkliche geschmolzene Schoggi nicht so eine Fertigsirupsauce aus der Flasche die es meistens bei uns gibt. Da muss ich den Belgiern ganz klar ein Kränzchen winden, ihre Schokolade ist wirklich sehr gut.




Nach den leckeren Essen drehen wir noch eine Runde durch die mittlerweile ruhiger gewordene Stadt. Die Tagestouristen sind weg, die Einheimischen müssen morgen wieder arbeiten, so ist es angenehm und man kann ein Bild machen ohne zu viel Leute drauf.








Zu Fuss laufen wir wieder zurück zu unserem B+B und schlafen eher schlecht in dem heissen Zimmer, das trotz Fenster öffnen einfach nicht abkühlt. Na ja – besser schönes Wetter als wenn wir Dauerregen hätten. Mit diesem Gedanken gibt es dann noch noch ein paar Stunden Schlaf.
Am nächsten Morgen werden wir im B+B mit einem ausnehmend guten Frühstück verwöhnt. Nebst Brötchen, Schinken, Käse, Konfitüre und Honig werden uns noch Toast, Eierspeisen und Fruchtsalat und Müsli angeboten. Der Besitzer erzählt uns, dass es absolut selten so heiss ist in Belgien und so viele Tage nacheinander hat er noch gar nie erlebt. Nun gut, wir glauben es ihm. Die warmen Kleider bleiben vorerst im Koffer.



Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg in Zentrum von Brügge. Heute wollen wir natürlich eine Grachtenfahrt machen. Es ist noch früh und die Tagestouristen sind noch nicht angekommen, so haben wir gar keine Wartezeit vor der Bootsanlegestelle. Für € 15.– werden wir durch die Grachten von Brügge geschippert. Die Fahrt dauert etwa 1 Stunde und ist sehr interessant.












Zum Teil sind die Brücken ganz schön niedrig und man muss aufpassen, dass man sich den Kopf nicht anschlägt. Die Grachtenfahrt hat bei dem schönen Wetter natürlich doppelt so viel Spass gemacht und wir haben die tollen Ausblicke genossen.










Nach dieser tollen Grachtenfahrt laufen wir noch durch die Stadt zum Minnewaterpark und zum Beginenhof. Das sind beides schöne, ruhige, grüne Oasen im Zentrum der Stadt.



Danach brauchen wir eine kleine Stärkung. Man läuft etliche km bei einer solchen Stadterkundung und das machen wir jetzt schon einige Tage.



Wir sind schon ein wenig müde vom vielen Städtebesuch und die Hitze macht uns ehrlich gesagt auch ein bisschen zu schaffen. Wir spazieren beim Konzertgebäude vorbei und dem grossen Het Zand Platz zurück zu unserer Unterkunft und machen eine Siesta.


Gegen Abend gehen wir, etwas ausgeruht im Saunazimmer, wieder ins Städtchen. Zuerst mal einen erfrischenden Apérol Spritz statt immer Bier. Danach gibt es ein Stoovflees (Rindergulasch) mit Pommes rsp. Hamburger mit Pommes.




Nach dem Essen spazieren wir ein wenig durch ruhigere Gassen und kehren dann zum B+B zurück. Wir sitzen noch eine Weile auf unserem Balkon und besprechen den morgigen Tag. Morgen machen wir einen Ausflug nach Dunkerque/Dünkirchen Frankreich.




Am nächsten Morgen nach dem wieder sehr leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Dunkerque. Den Ausflug beschreibe ich in einem separaten Beitrag.
Auf dem Rückweg von Dunkerque machen wir noch einen Stop in Ostende an der Nordsee. Auch hier hat es einen grossen breiten Strand und es tummeln sich schon einige Leute im Meer. Unser Sohn will sich in der kalten Nordsee erfrischen. Wir bevorzugen eine Waffel mit Erdbeeren.







Den letzten Abend in Brügge verbringen wir wieder draussen, bei sommerlichen Temperaturen in einer Gartenwirtschaft und essen Steak und Fisch, mit Pommes-frites natürlich, was denn sonst.




Am nächsten Morgen wollen wir uns noch die Windmühlen von Brügge ansehen und spazieren kurz im Osten des Städtchens bei den Windmühlen vorbei bevor wir nach Gent weiterfahren.




Die Windmühlen sind wahrlich sehr hübsch anzusehen, vor allem bei diesem wolkenlosen, blauen Himmel. Es hat immer noch 30 Grad und wir fahren jetzt nach Gent.